„Unter den vulgären Malern möchte ich lieber der erste als unter den vornehmen der zweite sein“, antwortet der junge Diego Rodriguez Silva y Velázquez seinen Kritikern, die ihm vorwerfen, nicht wie Raphael zu malen. Wenn man Velázquez – wie bei Katsushika Hokusai und seinem Bild Die große Welle von Kanagawa –mit seinem Hauptwerk Las Meninas (Die Hoffräulein) verbindet, woher kommt dann das „Vulgäre“, von dem er spricht? Vielleicht von dem ehrlichen Blick auf das Leben, der seine Kunst durchdringt und von dem Edouard Manet sagte: „Er ist der Maler der Maler“. Aber wen malte Velázquez? Den jungen König Philipp IV. und seinen Hof, die Narren und Bettler, wenig Landschaften und kaum religiöse Szenen. Dieses Genie der spanischen Malerei gehört mit Cervantes, dem Vater des Don Quichotte, zum Goldenen Zeitalter. Wir nehmen die Ausstellung im Pariser Grand Palais zum Anlass, um zu träumen…