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Ludwig XIV.

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Am 1. September 1715, damit vor 300 Jahren, starb Ludwig XIV., der Monarch der mehr als jeder andere die vom Menschen ausgeübte, königliche Macht verkörperte. In 77 Jahren Erdenleben, 72 Jahren Herrschaft, davon 54 persönliche Regentschaft, setzt der Sonnenkönig seine absolute Autorität in allen Bereichen und über alle damaligen Gesellschaftsklassen durch. 1682 macht er das Schloss Versailles zum Zentrum seiner Macht. Er versammelt dort um sich den Adel, den er unnachgiebig kontrolliert. Aber Ludwig XIV. ist nicht nur dieser kriegerische König, der auf seinem Totenbett dem zukünftigen Ludwig XV. erklärte: « Ich hab den Krieg zu sehr geliebt ». Er ist auch ein Kunstliebhaber, der rund um sich herum all jene vereint, die dazu beitragen, den französischen Klassizismus zu seiner Blüte zu führen. Kleine Geschichtslektion in elf Abschnitten.

Dido & Aeneas

Henry Purcell
1689 -
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Grosse Motetten

Jean- Baptiste Lully
1663 -
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Madame de Maintenon

Veronica Buckley
2012 -
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Saint-Cyr

Patricia Mazuy
2000 -
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Der König tanzt

Gérard Corbiau
2000 -
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Der absolute Garten

Michael Brix
2009 -
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Der eingebildete Kranke

Molière , Marc-Antoine Charpentier
1673 -
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Die schönsten Fabeln von La Fontaine

La Fontaine
1668-1694 -
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Der Tag von Ludwig XIV., 16. November 1700

Béatrix Saule
2003 -
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Die Charaktere

Jean de La Bruyère
1688 -
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Tous les matins du monde (Die siebente Saite)

Alain Corneau
1991 -
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Dido & Aeneas

Henry Purcell - 1689 -

Im 17. Jahrhundert erreichte die Barockmusik ihren Höhepunkt in Frankreich durch Lully und Charpentier, in Deutschland durch Händel und Bach, in England durch Henry Purcell. Auf einem Raster der einfacher nicht mehr geht, auch wenn von der Mythologie inspiriert (sie lieben sich aber, von einer Zauberin hinters Licht geführt verlässt er sie, wobei er glaubt, sein Schicksal zu erfüllen, sie bringt sich um), komponiert Purcell eine Oper (seine erste) für Streichquartett und Cembalo, kurz und schnell, von der Bruce Wood gesagt hat: « Die Partitur von Purcell ist ein Wunder der Sparsamkeit ».

Grosse Motetten

Jean- Baptiste Lully - 1663 -

Lully ist ein Modell des sozialen Aufstiegs. Als Sohn eines italienischen Müllers und sehr begabter Musiker kommt er im Alter von dreizehn Jahren an den Französischen Hof und sein Aufstieg führt ihn unter Ludwig XIV bis zum Posten des Oberintendanten der königlichen Musik. Dieser äußerst talentierte Komponist ist ebenfalls ein Regisseur und aus seiner Zusammenarbeit mit Molière gehen mehrere Stücke hervor, unter anderen Der Bürger als Edelmann. Nachdem die Wut ein schlechter Ratgeber ist, verstarb er in Folge eines Schlags mit dem Dirigentenstab (mit dem er den Takt angab) den er sich während der Wiederholung eines seiner Stücke auf den Fuß gab. Aua!

Madame de Maintenon

Veronica Buckley - 2012 -

Welch ein Werdegang, jener dieser im Gefängnis geborenen Frau, in Niort wo sein Vater eingesperrt ist, und die schließlich, nach dem Tod von Maria-Theresia von Österreich, Ludwig XIV. heiratet, und die unehelichen Kinder großzog, die der König mit Madame de Montespan hatte… Man sagt auch, dass diese sehr fromme Frau einen Einfluss auf Ludwig XIV. hatte. Man sagte ihr sogar eine wichtige Rolle hinter der Widerrufung des Edikts von Nantes nach. Nach dem Tod des Königs zieht sie sich in eine Anstalt für junge Töchter des Adelsstandes zurück, die sie den König bewegt hatte zu gründen und wo sie bestattet wird, bevor die Revolutionäre ihre Grabstätte zerstören. Was für ein Leben!

Saint-Cyr

Patricia Mazuy - 2000 -

Madame de Maintenon, Marquise geworden, steht am Ursprung der Gründung des Maison Royale de Saint Louis in Saint-Cyr, eine Erziehungsanstalt der Töchter verarmter Adelsfamilien. Die jungen Mädchen erhielten « eine gesunde und arbeitsame Erziehung ». Der tugendhaften, wenn auch selektiven Art dieses Hauses bewusst, inspiriert sich Napoleon I. daran, um das Maison des demoiselles de la Légion d’honneur zu gründen, das heute noch unter dem Namen Maison d’éducation de la Légion d’honneur (Erziehungsanstalt der Ehrenlegion) besteht.

Der König tanzt

Gérard Corbiau - 2000 -

1661 gründet Ludwig XIV. die Académie Royale de Danse mit dem Ziel, den « schönen Tanz » zu kodifizieren. Selbst Tänzer tritt er seit dem Alter von 13 Jahren in Vorführungen am Hof auf und wird zum Hauptdarsteller der Balletts, die Lully für ihn kreiert. Von den Verpflichtungen der Macht beansprucht, tanzt er sein letztes Ballett im Jahr 1670, mit 32 Jahren. Gérard Corbiau setzt das Duo Lully-Ludwig XIV. in Szene und unterstreicht seine Intrige mit Balletts, wo der König tanzt und die Sonne erscheint.

Der absolute Garten

Michael Brix - 2009 -

In den Memoiren von Ludwig XIV. versteht man, dass der Spaziergang im Garten Teil des Zeitplans des Königs ist. Dies ist sogar eines seiner größten Vergnügen. Er liebt es, die Pracht der Realisierungen von Le Nôtre zu zeigen: Ein großer Garten, ein riesiges Wasserspiel und Parkanlagen, Labyrinths und Überraschungen, wo Ludwig XIV. ebenfalls seine heimlichen Geliebten unterbringen kann. Der französische Garten ist in Versailles entstanden und wird für alle anderen Höfe Europas zur Referenz. Vielen Dank André Le Nôtre.

Der eingebildete Kranke

Molière , Marc-Antoine Charpentier - 1673 -

Lully und Molière sind es, die die Comédie-Ballet erfinden, ein umfassendes Schauspiel, eine Mischung aus Theater, Ballett und Musik, zur Unterhaltung des Königs. 1672 richtet Molière an Charpentier die Bitte, Lully zu ersetzten, um den musikalischen Teil seiner Komödien zu übernehmen. Ein Jahr später bringen sie gemeinsam Den eingebildeten Kranken heraus, eine Comédie-Ballet in drei Akten, deren Choreographie von Pierre Beauchamp gezeichnet ist.

Die schönsten Fabeln von La Fontaine

La Fontaine - 1668-1694 -

Wer versteckt sich hinter den Tieren der Fabeln von La Fontaine? Ludwig XIV., Colbert, die Großen « Chamäleon-Volk, nichts als des Herren Affen» ? Der Autor lässt seinen Leser die Auslegungsfreiheit: « Die Tiere sind in meinem Werk die Hauslehrer des Menschen », schreibt er in einer Widmung für den Herzog von Burgund. Der Fabeldichter setzt jedoch mit großer Vorsicht den Löwen/ Ludwig XIV. in Szene, denn « drei Arten von Personen kann man nicht genug loben : Die Götter, seine Mätresse und seinen König. »

Der Tag von Ludwig XIV., 16. November 1700

Béatrix Saule - 2003 -

Wird Ludwig XIV. das.Testament von Karl II. von Spanien akzeptieren, das aus seinem Enkel Philipp, Herzog von Anjou seinen Erben macht? Rund um diese entscheidende Frage für die französische Monarchie – nachdem Philipp hierfür auf den französischen Thron verzichten muß – organisiert sich die Erzählung von Béatrix Saule. Der Königshof und sein zahlreiches Gefolge (blutverwandte Prinzen, Höflinge, Diener) verbreitet Gerüchte aller Art, aber der Tagesablauf des Königs bleibt unverändert: Lever, Audienzen, Messe, Beratung, Spaziergänge, Diner au Petit Couvert, Souper au Grand Couvert.

Die Charaktere

Jean de La Bruyère - 1688 -

« Der Hof macht nicht glücklich; er verhindert, dass man es anderswo ist. » In Die Charaktere widmet La Bruyère ein ganzes Kapitel dem Versailler Mikrokosmos, wobei er die Komödie und die Grausamkeit hervorhebt, die damit verbundenen Fallgruben und die Lächerlichen. Denn der Moralist, als Bourgeois geboren, und der, im Dienste der Großen deren Arroganz und Launen zu erdulden hatte, gibt sich im wahrsten Sinne einer Satire seiner Zeitgenossen hin.

Tous les matins du monde (Die siebente Saite)

Alain Corneau - 1991 -

Marin Marais ist ein weiterer berühmter Musiker des 17. Jahrhunderts, der am Hof von Ludwig XIV. verkehrte und dessen Name bis zu uns durchgedrungen ist …. dank dem Roman von Pascal Quignard und vor allem der Verfilmung, die Alain Corneau für das Kino machte. Als talentierter Instrumentalist verdankt dieser Kniegeigenspieler (eine Art Vorgänger des Cellos, das Pascal Quignard spielt) seinem Lehrherrn Monsieur de Sainte-Colombe viel, eine sittenstrenge Person, von der man wenig weiß, außer dass er nicht am Hof verkehrte. Ein genügend seltenes Phänomen, um hervorgehoben zu werden.

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