Am 1. September 1715, damit vor 300 Jahren, starb Ludwig XIV., der Monarch der mehr als jeder andere die vom Menschen ausgeübte, königliche Macht verkörperte. In 77 Jahren Erdenleben, 72 Jahren Herrschaft, davon 54 persönliche Regentschaft, setzt der Sonnenkönig seine absolute Autorität in allen Bereichen und über alle damaligen Gesellschaftsklassen durch. 1682 macht er das Schloss Versailles zum Zentrum seiner Macht. Er versammelt dort um sich den Adel, den er unnachgiebig kontrolliert. Aber Ludwig XIV. ist nicht nur dieser kriegerische König, der auf seinem Totenbett dem zukünftigen Ludwig XV. erklärte: « Ich hab den Krieg zu sehr geliebt ». Er ist auch ein Kunstliebhaber, der rund um sich herum all jene vereint, die dazu beitragen, den französischen Klassizismus zu seiner Blüte zu führen. Kleine Geschichtslektion in elf Abschnitten.