Dieses Mal hat das Museum am Quai Branly (Slogan : „Ein Ort für den Dialog der Kulturen“) mit der Ausstellung Tätowierer, Tätowierte sein Ziel erreicht. Es geht dabei um die Kunst der Tätowierung, um einen Dialog zwischen den Zivilisationen, die seit Jahrtausenden diesen Brauch pflegen und dem Westen, wo Tätowieren zu einer Modeerscheinung geworden ist. Der künstlerische Anspruch des Tätowierers ermöglicht einen Dialog zwischen dieser lange ausgegrenzten Kultur und der klassischen Kunstausübung. Die Tatoo-Stecher treten aus ihrem Ghetto heraus, weil sich der Kreis der Tätowierten heute auf die gesamte Gesellschaft erstreckt und nicht mehr nur einigen Gruppen wie Matrosen oder Häftlingen vorbehalten ist.