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Asiatische Kino

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Das asiatische Kino hat im neuen Jahrtausend mit Filmen wie Tiger And Dragon oder Hero das Martial Arts-Genre neu belebt. Man hat dabei nicht nur originelle Unterhaltungsfilme produziert, sondern beim westlichen Publikum wieder ein neues Bewusstsein geweckt für eim Genre, das bisher nur von Filmliebhabern und Bruce Lee-Fans geschätzt wurde. Hier folgt eine kleine, feine Auswahl.

Asian Cinemas

2016 -
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Zatoichi

Kitano-Takeshi
2003 -
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The Raid 1 & 2

Gareth Evan
2012 / 2014 -
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Enter The Wu-Tang

The Wu-Tang Clan
1993 -
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The Grandmaster

Kar/wai-Wong
2013 -
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The Killer

Woo-John
1989 -
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Ein Hauch von Zen

King Hu
1970 -
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Kung Fu

-
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Ghost Dog

Jim Jarmusch
1999 -
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Kill Bill

Tarantino-Quentin
2003 -
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Die Tragödie der Belladonna

Eiichi Yamamoto
1973 -
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Asian Cinemas

- 2016 -

Welches Nischendasein das asiatische Kino in Deutschland fristet, erkennt man allein daran, dass es kein deutschsprachiges Lexikon oder Handbuch zu asiatischem Kino gibt. Dieses englischsprachige Standardwerk beleuchtet die ganz unterschiedlichen Kinematografien und Genres des asiatischen Filmschaffens. So werden die Filme des Japaners Ozu ebenso besprochen wie die Martial Arts-Eskapaden von Bruce Lee aus Hongkong. Aber auch das türkische Kino, Bollywood, Hindi-Melodramen, Godzilla-Filme oder die taiwanesischen und chinesischen Regisseure werden ausführlich gewürdigt.

Zatoichi

Kitano-Takeshi - 2003 -

Die mythische Figur eines blinden Schwertkämpfers durchzieht das japanische Film- und Fernsehschaffen seit Beginn der 1960er Jahre. 2003 nahm sich dann auch der Regisseur und Schauspieler Takeshi Kitano diesen blinden Masseur vor, der das Schwert beherrscht wie kein Anderer. Zatoichi wurde Kitanos größter Publikumserfolg und gewann den Preis für die Beste Regie beim Filmfestival in Venedig.

The Raid 1 & 2

Gareth Evan - 2012 / 2014 -

Nicht nur in Hongkong und Hollywood dreht man Martial Arts-Filme. Gareth Evans, ein walisischer Regisseur, drehte 2012 und 2014 in Indonesien einen der überraschendsten Filme des Genres. Das Drehbuch liest sich wie die Handlung eines Videospiels. In Jakarta soll eine Spezialeinheit eine ganze Armee schießwütiger und brutaler Gangster, Dealer und Mörder dingfest machen, die sich in einem Wohnblock verschanzt haben. Der Gewalt- und Spannungslevel ist hoch, und bei dieser entfesselten Regie hält man als Zuschauer oft einfach die Luft an.

Enter The Wu-Tang

The Wu-Tang Clan - 1993 -

Die Hip Hop-Band „The Wu-Tang Clan“ veröffentlichte ihr erstes Album Anfang der 1990er Jahre in New York. Ihr Markenzeichen sind etwas düstere Texte und Ausschnitte aus Kung Fu-Filmen in Songs wie Wu Tang: 7th chamber, mächtiger Flow und Lust auf akustische Experimente. Angetrieben werden die Hip Hopper von RZA, dem Produzenten der meisten Titel dieser Gruppe. Neben ihrer Musik setzen „The Wu-Tang Clan“ auch auf ihr eigenes Mode Label Wu-Wear. Auf Amazon findet man heute zuerst ihre T-Shirts, erst danach ihre Songs. Das sagt viel über die Marketingstrategien heutiger Hip-Hop-Bands aus.

The Grandmaster

Kar/wai-Wong - 2013 -

Nach seinen melancholischen Meisterwerken wie In the Mood for Love und 2046 wollte sich Wong Kar Wai ähnlich wie Jahre vor ihm Ang Lee mit Tiger & Dragon den Traum erfüllen, einen Martial Arts-Film zu drehen. Und es war wohl auch kein Zufall, dass er die wichtige weibliche Hauptrolle mit Zhang Ziyi besetzte, die vorher in den Filmen von Ang Lee und Zhang Yimou schon Kämpferinnen verkörperte. Sein Film ist eine bildgewaltige Hommage an den Großmeister Ip Man und ein entschleunigter Martial Arts-Film, der hochstilisiert mit vielen Zeitlupen auf hervorragende Kampfchoreographien setzt.

The Killer

Woo-John - 1989 -

John Woo hat sich immer zu seinen europäischen Vorbildern wie Melville, Truffaut und Jacques Demy bekannt, aber auch zu den japanischen Yakuza-Filmen. Sein ultrabrutaler Klassiker The Killer (1989) mit 120 Film-Toten gilt als Wendepunkt des Hongkong-Kinos. Damit beeindruckte er Regisseure wie Quentin Tarantino. Wenn man dem Regisseur persönlich begegnet, trifft man auf einen sympathischen, höflichen Regisseur, der betont, kein Freund von Gewalt zu sein und dass es ihm in seinen Filmen um Freundschaft, Kameradschaft, Liebe und Romantik gehe. In seinen Filmen wie The Killer finden sich in den Schlüsselszenen oft weiße Tauben, die verschreckt davon fliegen, ein Symbol für Frieden, das der als Christ erzogene John Woo immer wieder verwendet.

Ein Hauch von Zen

King Hu - 1970 -

Der 1969 gedrehte und erst zwei Jahre später fertiggestellte Wuxia-Klassiker Ein Hauch von Zen wurde erst 1975 beim Festival von Cannes gezeigt und als erster chinesischer Action-Film auch ausgezeichnet. Vor allem die epische Erzählweise und die atemberaubenden Kampfszenen gelten als bahnbrechend. Berühmt wurde die Actionszene im Bambuswald, die in späteren Wuxia-Filmen oft kopiert wurde. Ein Hauch von Zen inspirierte Ang Lee in Tiger and Dragon ebenso wie Zhang Yimou in House of Flying Daggers.

Kung Fu

- -

In dieser Kultserie spielt David Carradine (der Bruce Willis die Rolle wegschnappte) den chinesischen Shaolin-Mönch Kwai Chang Caine. Nach einem Kampf gegen einen hohen Würdenträger, der tödlich endet, muss der Mönch fliehen und landet Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. Die Serie gilt heute als Kult, auch wenn sie damals nicht auf herausragende Einschaltquoten verweisen konnte. Mit drei Jahren Verspätung strahlte das ZDF die ersten 39 Folgen aus, und in Deutschland ist von den ursprünglich drei Staffeln auch nur die erste 2009 auf DVD erschienen. Schon in Pulp Fiction erwähnt Samuel Jackson Kung Fu. Und in Kill Bill spielte David Carradine dann auch die männliche Hauptrolle.

Ghost Dog

Jim Jarmusch - 1999 -

Forest Whitaker spielt einen afroamerikanischen Killer, der sich selbst ganz der japanischen Samurai-Tradition verpflichtet fühlt, aber im Auftrag der italienischen Mafia mordet. Bis zu dem Tag; als sein Auftraggeber beschließt, ihn loszuwerden … Nun ist Jarmusch kein Action- und Genre-Regisseur, sondern ein klassischer Autorenfilmer, der seine Vorbilder im europäischen (Melvilles Samurai) und japanischen Kino sieht. Ein poetischer und melancholischer Abgesang auf das Genre des Auftragskillers, versehen mit dem hypnotisch-fetzigen Soundtrack des Rappers RZA und der Band Wu-Tang Clan.

Kill Bill

Tarantino-Quentin - 2003 -

Tarantino liebt das Gernekino. Italo-Western, Horror, Gangsterfilme, Blaxploitation oder westdeutsche Edgar-Wallace-Verfilmungen. Der ehemalige Videothekar hat alles gesehen und natürlich auch die breite Palette des asiatischen Kinos - vor allem Kung Fu und Wuxia. Bevor er Uma Thurman dann in beiden Teilen der Kill Bill-Filme die Hauptrolle gab, ließ er sie die Sergio Leone-Trilogie mit Clint Eastwood, aber auch Filme mit Bruce Lee anschauen. Und so ist sie dann wie Bruce Lee ganz in Gelb die Kämpferin und Rächerin, die sich an ihrem einstigen Liebhaber und Mentor Bill rächt. Den wiederum spielt kein Geringerer als David Carradine (Kung Fu).

Die Tragödie der Belladonna

Eiichi Yamamoto - 1973 -

Die Tragödie der Belladonna ist ein erotisch-psychedelischer Animefilm, der 1973 auf der Berlinale viele Kritiker verstörte. Basierend auf dem Roman von Jules Michelet La sorcière aus dem Jahr 1862 geht es um Jeanne, eine junge Bäuerin, die im Mittelalter kurz vor der Hochzeit von ihrem Fürsten und Herrn vergewaltigt wird, der sich das Recht der ersten Nacht herausnimmt. Völlig traumatisiert sinnt sie auf Rache und geht dafür einen Pakt mit dem Teufel ein. Dieses ungewöhnliche Werk schwelgt in Andeutungen an Schiele und Klimt und ist Teil der Gegenkultur mit Drogen-Sex-Rückehr zur Natur der 60er und 70er Jahre. In Frankreich gelangt derzeit eine restaurierte Fassung in die Kinos. In Deutschland liegt das Werk auf DVD vor.

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