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AUF DER KOKAIN-STRASSE

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En partenariat avec Arte

Auf zum « Highway 10 »! Der Name einer amerikanischen Autobahn, eine imaginäre Strecke dem 10. nördlichen Breitengrad entlang, an welchem Kolumbien und Nigeria liegen: Eine Art jenen Weg zu bezeichnen, der zur Hauptstrecke des Kokainschmuggels von den südamerikanischen Drogenherstellern bis zu den europäischen oder afrikanischen Konsumenten wurde, die mittlerweile ebenso scharf auf das weiße Pulver sind wie die Amerikaner. Seit rund 10 Jahren ist Afrika die Drehscheibe für den Drogentransport nach Europa. Die weitläufigen, schwach besiedelten Gebiete der Sahelzone, das Bestehen von manchmal Jahrhunderte alten Routen für alle Arten von Handel, bestechliche Behörden, all dies nun zusätzlich unter dem Einfluss terroristischer Gruppen, die zu jedem Deal bereit sind, um zu Geld zu kommen. Alles trägt dazu bei, dass dieses Gebiet zum neuen „Spielfeld“ der Drogenkartelle wird.

Wüstenwanderungen

Théodore Monod
1923 -
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Der Einbruch des Meeres

Jules Verne
1905 -
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Breaking Bad

Vince Gilligan
2008 -
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Einhandklatschen in Kioto

Jay McInerney
1984 -
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Freud on coke

David Cohen
2012 -
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Johnny Cash at Folsom prison

Johnny Cash
1968 -
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Scarface

Brian de Palma
1984 -
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ZeroZeroZero

Roberto Saviano
2014 -
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Killing Pablo

Mark Bowden
1989 -
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Haschisch

Daniel Gräbner
2003 -
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Die Reisen des Arthur Rimbaud

Claude Jeancolas
1992 -
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Wüstenwanderungen

Théodore Monod - 1923 -

Spurensuche in der Sahara. Im Jahr 1922 entdeckte der junge Ichthyologieforscher (Fischkunde) Théodore Monod (1902-2000), nach einem Einsatz an der Küste Mauretaniens, die Sahara. Von dieser ersten Reise brachte er ein ergreifendes Reisetagebuch mit und eine niemals nachlassende Leidenschaft für die afrikanische Wüste, die er bis zu seiner letzten Expedition im Jahr 1998, im Alter von 96 Jahren, etwa hundert Mal durchstreifte! Seine biologischen und prähistorischen Entdeckungen haben ihn jedoch nie davon abgehalten, ein engagierter Beobachter dieser, von der Kolonisation schlecht behandelten Regionen zu sein. Er war insbesondere ein entschiedener Gegner des Algerienkriegs.

Der Einbruch des Meeres

Jules Verne - 1905 -

Im letzten, noch zu seinen Lebzeiten veröffentlichten Werk, basierte sich Jules Verne auf ein echtes Projekt: Jenes, in der Sahara ein Binnenmeer zu schaffen, das Ende des 19. Jahrhunderts vom Offizier und Geograf François Elie Roudaire gefördert wurde, der davon träumte einen Kanal zu bauen, der das Wasser vom Mittelmeer in den äußersten Süden Algeriens und Tunesiens führen sollte, um die Region in eine "Weizenkammer" zu verwandeln. Im Roman stößt ein Ingenieur, der die künftigen Häfen dieses Saharameeres anlegen sollte, auf den Widerstand der Tuaregs, die das Projekt als bedrohende Destabilisierung ihrer Kultur und ihres Nomadenlebens sahen. Ein Kulturschock, schon damals...

Breaking Bad

Vince Gilligan - 2008 -

Auch wenn die USA nach wie vor der weltweit größte Kokainmarkt sind, wurde das Land längst schon von anderen Drogen überflutet. Zuerst der Crack, dann die Methamphetamine, diese starken, synthetisch hergestellten Substanzen, die Walter White, Hauptfigur dieser Serie, in seinem Campingcar irgendwo in der Wüste Neumexikos herstellt. Diese Filmserie geht in der Beschreibung der, für die amerikanische Gesellschaft so kennzeichnenden "Drug Culture" einen zusätzlichen Schritt weiter. Es handelt sich darin um einen einfachen Lehrer, der innerhalb kürzester Zeit durch seine Tätigkeit reich wird – wobei er genau so schnell, ohne Hintergedanken, in die gewalttätige Kriminalität verfällt.

Einhandklatschen in Kioto

Jay McInerney - 1984 -

Als Zeitgenosse von Scarface beschäftigt sich dieser erste Roman auf Basis umfangreicher autobiografischer Mittel mit dem „Phänomen Kokain“ jener Jahre aus der Sicht der Konsumenten. Der Erzähler, ein Journalist aus New York, berichtet von seinen nächtlichen Streifzügen durch angesagte Diskotheken und das Besorgen von Drogen in den finstersten Vierteln von Manhattan. Wie bereits Cannabis für die Beat Generation und LSD für die Hippie-Musikszene, ist auch dies eine Droge, die einer amerikanischen Kulturbewegung als Treibstoff dient.

Freud on coke

David Cohen - 2012 -

Zumindest bis zu seiner Selbstanalyse im Jahr 1895 war Sigmund Freud (1856-1939) Kokainkonsument. Er befürwortete die Verwendung der Droge als Medikament gegen Nervenschwäche und die großen Pharmalabors beauftragten ihn damit, deren Wirkungen zu untersuchen! Der Autor dieses Buchs, ein britischer Psychologe, vertritt die Ansicht, dass dieser Enthusiasmus weit mehr als nur eine einfache Jugendschwäche des Begründers der Psychoanalyse war, sondern eher ein ausschlaggebendes Element bei der Entwicklung seiner Theorien, insbesondere der Traumdeutung. Ein viel diskutiertes und fesselndes Thema.

Johnny Cash at Folsom prison

Johnny Cash - 1968 -

Wie zum Beispiel in "Cocaine Blues", einem traditionellen Countrysong, den Johnny Cash hier vor den Gefangenen des Folsom State Prison singt, taucht das Kokain seit Beginn des 20. Jahrhunderts in etwa einem Dutzend amerikanischer Volkslieder auf. Auch der Geistliche Gary Davis (1896-1972) sang einen Blues mit demselben Titel (oft von Bob Dylan übernommen) von dem er behauptete, ihn von einem Wandermusiker gehört zu haben, im Jahr... 1905.

Scarface

Brian de Palma - 1984 -

Beim Umschreiben des gleichnamigen Films von Howards Hawks (1932) haben Brian de Palma und sein Drehbuchautor Oliver Stone (späterer Regisseur von Geboren am 4. Juli) die Biographie von Al Capone beiseite gelassen, um sich auf den Werdegang des kubanischen Gangsters Tony Montana (Al Pacino), ein rauschgiftsüchtiger, paranoischer und äußerst gewalttätiger Drogenhändler, zu konzentrieren. Zur Zeit als der Film erschien, war Kokain in den USA die angesagte Droge der Wohlhabenden. Die Gewalt des Films stellt schonungslos die finsteren Kulissen dieses schicken Zeitvertreibs ins Scheinwerferlicht.

ZeroZeroZero

Roberto Saviano - 2014 -

Wie Kokain die Welt beherrscht. Produktionsländer (Peru, Bolivien, Kolumbien usw.) und Konsumländer (USA, Europa), und zwischen den beiden Drehscheiben, wo das Kokain verkauft und transportiert wird: Mexiko, aber inzwischen auch die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Roberto Saviano, der seit 2006 und dem Erscheinen seines Buchs über die Mafia, Gomorra, unter Polizeischutz lebt, enthüllt zwischen praxisnahen Nachforschungen und Fiktions-Dokumentation eine neue Weltkarte, strukturiert nach dem „weißen Petroleum“, wie es von den Nigerianern genannt wird. Ein Markt der jährlich 352 Milliarden Dollar einbringt und dessen Geldwäsche seiner Ansicht nach weitgehend die Liquiditätsmängel des weltweiten Finanzsystems nach der Krise in 2008 ausgeglichen hat.

Killing Pablo

Mark Bowden - 1989 -

Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron. In den 1980er-Jahren beherrschten Pablo Escobar und die anderen kolumbianischen Paten rund 80% des weltweiten Kokainmarkts, wobei sie eine Organisation aufbauten, die jener des legalen multinationalen Business in nichts nachsteht. Ihre Methoden dienten der heutigen Entwicklung des Drogenhandels in der Sahelzone als Modell, die zur Überschwemmung des europäischen Marktes unumgänglich ist. So haben die amerikanischen Behörden mehrere Zusammentreffen zwischen den Kolumbianern und Vertretern der Terroristen von Al-Quaida aufgedeckt, deren lokale Mitglieder (IS, Boko Haram usw.) sich dank des Drogenhandels finanzieren.

Haschisch

Daniel Gräbner - 2003 -

Dieser deutsche Dokumentarfilm bietet einen seltenen Einblick in diese Gebirgsregion im Norden Marokkos, wo etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt. Hier wird seit dem 15. Jahrhundert Cannabis angebaut, aber aufgrund des steigenden Konsums in Europa wurde die Aktivität zu einer intensiven Monokultur. Der Cannabisanbau erstreckt sich über 50.000 Hektar und ernährt mindestens eine Million Menschen. Marokko ist mit jährlich 40.000 Tonnen heute der größte Produzent von „Shit“ und Hasch, mit zudem einer ausgezeichneten Lage direkt gegenüber von Spanien.

Die Reisen des Arthur Rimbaud

Claude Jeancolas - 1992 -

1875 lässt das Wunderkind von Charleville im Alter von 21 Jahren die Poesie beiseite und bricht auf, um mehr schlecht als recht und abenteuerlich in den Kolonien zu leben, die sich die mächtigsten europäischen Länder damals dabei waren, sich zu teilen. Söldner in Indonesien, Bauleiter auf Zypern, man findet seine Spuren ab 1880 in Aden im Jemen, wo er neben ehrenwerten Geschäften auch illegale Waffentransporte durch die Ebenen des äthiopischen Harar durchführte. Diese unglaublich tiefgehende Erzählung begleitet jeden seiner Schritte während seiner Afrikajahre.

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