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Kung-fu, usw.

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Kung-Fu-Filme, Triaden, Martial-Arts-Filme – der seit den 30er Jahren in den Studios von Hongkong produzierte Actionfilm hielt in den 70er Jahren mit der Figur Bruce Lees in den westlichen Volkskinos Einzug. Die Faszination, die von diesen Filmen mit manchmal einfacher Handlung ausging, lässt sich durch einen Sinn für die Regieführung, eine körperliche Dimension sowie der Energie erklären, die von den Szenen ausgeht und die man vorher noch nie erlebt hatte. Die Darsteller wirbeln durch die Luft, rennen auf dem Wasser, kämpfen zwischen Bambusrohren und beherrschen Säbel oder Nunchaku, wie die besten Operntänzer oder die Jongleure in den großen Zirkusarenen… Dies alles in einem derart prächtigen Schauspiel, wie man es zuvor noch nicht kannte … Und alle Welt strömte aus den Kinosälen, tänzelte dabei auf den Zehenspitzen und stieß kleine schrille Schreie aus…

Ghost Dog

Jim Jarmusch
1999 -
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Ein Hauch von Zen

King Hu
1970 -
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La Pierre et le Sabre

Eiji Yoshikawa
1935 -
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Enter The Wu-Tang

The Wu-Tang Clan
1993 -
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At Full Speed

Esther C. M. Yau
2001 -
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Le Samouraï

Jean-Pierre Melville
1967 -
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Fist of Legend

Gordon Chan
1994 -
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Die Todesfaust des Cheng Li

Lo Wei
1971 -
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Der Großmeister

Wong Kar-wai
2013 -
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Die glorreichen Sieben

John Sturges
1960 -
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The Killer

John Woo
1989 -
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Ghost Dog

Jim Jarmusch - 1999 -

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert führt ein afroamerikanischer Auftragskiller ein Leben nach den Grundsätzen des Hagakure, einem mittelalterlichen Verhaltenskodex der Samurai. Zwischen zwei Auftragsmorden trainiert er den Umgang mit dem Säbel und züchtet hingebungsvoll Brieftauben. Eines Tages beschließt sein Hauptauftraggeber, ein Mafiaclan, ihn loszuwerden… Jim Jarmusch, der sich direkt von Melvilles Eiskaltem Engel inspirieren lässt, macht Forest Whitaker in Ghost Dog zu einem städtischen Samurai, der sich weigert, seinen Ehrenkodex aufzugeben und der dabei sein Leben verliert. Ein lyrischer und melancholischer Film mit Originalmusik von RZA vom Wu-Tang Clan.

Ein Hauch von Zen

King Hu - 1970 -

Pierre Rissient, ein Kinoliebhaber und Multitalent brachte von seinen Asienreisen in den 70er Jahren zwei richtungsweisende Filme mit: Insiang und Ein Hauch von Zen, der 1975 beim Festival von Cannes nominiert wurde. Frägt man Pierre Rissient danach, was ihn in Ein Hauch von Zen inspirierte, so antwortet er: „Die prächtige Darstellung, die Zusammensetzung, die Dynamik der Filmszenen, die außergewöhnliche Energie des Films, das Imaginäre und die Fantasie. (…) Was mir erst später klar wurde war, dass Ein Hauch von Zen kein Film aus Hongkong oder Taiwan war, sondern vor allem ein Mandarin-Film. King Hu war erfüllt von der jahrtausendealten chinesischen Kultur.“ (Olivier Père – Arte Cinéma)

La Pierre et le Sabre

Eiji Yoshikawa - 1935 -

Das Buch der fünf Ringe, ein über 1000 Seiten dicker Entwicklungsroman erzählt vom körperlichen und spirituellen Lernen des Miyamoto Musashi, einem Samurai, der die Kampfkunst revolutionierte. Man spielt dabei „Shifumi“: Schere – Stein – Papier. Das Buch der fünf Ringe ist ebenso spannend wie Der Graf von Monte-Christo.

Enter The Wu-Tang

The Wu-Tang Clan - 1993 -

The Wu-Tang Clan brachte sein erstes Album Anfang der 90er Jahre in New York heraus und ist eine der bedeutendsten Rap-Gruppen in der Geschichte dieser Musikbewegung: schwerer Sound, Ausschnitte aus Kung-Fu-Filmen, mächtiger Flow und Lust auf akustische Experimente, angetrieben von RZA, dem Produzenten der meisten Titel dieser Gruppe sowie der Soloalben ihrer Mitglieder. Eben diesem RZA vertraut Jim Jarmusch die Musik von Ghost Dog an. RZA stellt sich seinerseits für die Produktion eines Kung-Fu-Films hinter die Kamera: The Man with the Iron Fists, herausgekommen 2012 mit Russell Crowe, Lucy Liu und ihm selbst.

At Full Speed

Esther C. M. Yau - 2001 -

Hong Kong Cinema in a Borderless World In At Full Speed sind die Kinospezialisten und Kritiker aus der ganzen Welt vereint, um den transnationalen und multidimensionalen Charakter wiederzugeben, den die Filme aus Hongkong erlangen und bei ihrer weltweiten Ausstrahlung vermitteln. Die Autoren durchleuchten die Filme, die sie für spannend halten von allen Seiten: Die weniger bekannten Filme von Law Man und Yen Woo Ping bis zu den Stützen der Leinwandfestivals wie Stanley Kwan und Wong Kar-wai ebenso wie Actionfilme, Komödien und die romantischen Filme von Jackie Chan, Peter Chan, Steven Chiau, Tsui Hark, John Woo und Derek Yee sowie die unabhängigeren Gedankenflüge von Evans Chan, Ann Hui und Clara Law.

Le Samouraï

Jean-Pierre Melville - 1967 -

Jean-Pierre Melville ist fasziniert von der Ästhetik der amerikanischen Films Noirs, von den Ehrenkodexen der Ganoven, von der Männlichkeit, die diese kalten Männer ausstrahlen, die wenig reden, aber wahre Gewaltspiralen auslösen und völlig emotionslos töten. Im Film Der eiskalte Engel verkörpert Alain Delon dies alles in einer Person. Dieser Film prägt insbesondere John Woo, der Melville vergöttert und seinerseits von Quentin Tarantino und Martin Scorsese bewundert sowie von Hollywood hofiert wird, wo er unter anderem 1997 Im Körper des Feindes mit John Travolta und Nicolas Cage dreht.

Fist of Legend

Gordon Chan - 1994 -

Fist of Legend dagegen richtet sich gegen den japanischen Angreifer, der für Terror sorgt (wir schreiben das Jahr 1937) und gegen den es zu kämpfen gilt, will man seine Ehre wiedererlangen. Vier Jahre später finden wir Jet Li in der Rolle des Bösen in Lethal Weapon 4. Nebenbei bemerkt machte Jackie Chan mit 17 Jahren Stunts und hatte Statistenrollen hinter Bruce Lee inne.

Die Todesfaust des Cheng Li

Lo Wei - 1971 -

Die Todesfaust des Cheng Li ist der erste weltweite Erfolg für Bruce Lee. Der Film trägt maßgeblich zur Beliebtheit der Kung-Fu-Filme bei und macht den Schauspieler zum weltweit ersten nichtwestlichen Star (vor Bob Marley), zu der Figur, mit der sich all diejenigen identifizieren, die sich unterdrückt, zurückgewiesen oder minderwertig fühlen. Der Leinwandheld ebnet auch den Weg für Jackie Chan und anschließend für Jet Li. Quentin Tarantino hat ihm in Kill Bill (DEM gelben Zweiteiler!) die Ehre erwiesen und die Karateclubs, ebenso wie die Nunchaku- und Jodhändler verdanken ihm viel....

Der Großmeister

Wong Kar-wai - 2013 -

Wong Kar-wai (As Tears go by, Der Klang der Liebe, 2046) macht melancholische Filme und ist ein großer Fachmann für Kostümfilme und Darstellungen, die wie Balletinszenierungen daherkommen. Der Großmeister mit der Figur des Meisters Ip Man (der zum Lehrer von Bruce Lee wird) ist ein Kung-Fu-Film über den Kung-Fu und die Geschichte der verschiedenen Schulen, die sich in den 30er Jahren in Hongkong den höchsten Titel streitig machen. Ein Traumthema für Wong Kar-wai, der sich vermehrt Zeitlupenaufnahmen zur stilistischen Darstellung von Kampfszenen bedient, die einem in Staunen versetzen...

Die glorreichen Sieben

John Sturges - 1960 -

Sieben abgebrannte Revolverhelden werden von den armen Bewohnern eines mexikanischen Dorfes zum Schutz ihres Ortes vor einer Bande Gesetzloser unter dem Kommando von Calvera (Eli Wallach) rekrutiert, einem besonders grausamen und blutrünstigen Anführer. Durch die Umgestaltung eines japanischen Historienfilms (Die sieben Samurai von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1954, ausgezeichnet mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig) in einen Western, sorgt John Sturges für die Anerkennung des japanischen Filmemachers in der breiten Öffentlichkeit und für die erste große Kinorolle Steve McQueens.

The Killer

John Woo - 1989 -

John Woo, Filmemacher der Überflieger-Generation, zu der unter anderem Tsui Hark (Die schwarzen Tiger von Hongkong, Das zerbrochene Schwert) gehört, bekennt sich lauthals zur seiner Begeisterung für Melville, Truffaut… und Jacques Demy. Einflüsse die, vermischt mit denen des japanischen Kinos, insbesondere der Yakuza-Filme und denen der in Hongkong produzierten Kinofilme aus der Glanzzeit der Shaw Brothers-Studios, ihm dazu verhelfen, seinen Stil zu formen und dem Action-Kino eine neue Dimension zu verleihen, in der insbesondere die einfachen Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt werden. The Killer, die Fortsetzung von A better tomorrow wird als ein Wendepunkt des Hongkong-Kinos angesehen und sorgt dafür, dass westliche Zuschauer auf diese Filmemacher aufmerksam werden, die auch bald von den Hollywood-Studios hofiert werden.

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