Vive la Culture ! c'est 742 sélections et 8712 oeuvres choisies à la main.

Gainsbourg

la playlist

En partenariat avec Arte

Er hat sich an der Malerei, der Fotografie, dem Kino und der Literatur versucht. Dennoch bleibt Serge Gainsbourg vor allem als einer der talentiertesten und berühmtesten Autoren und Komponisten des französischen Chansons in Erinnerung. Auch wenn er selber das Chanson der niederen Kunst zuordnete, so besteht sein riesiges Talent doch in seiner großen Bildung und Kultiviertheit. Gainsbourg ließ sich von Verlaine, Brahms, Chopin oder Nabokov inspirieren, um seine musikalischen Genres und Welten voller subtiler Arrangements zu erschaffen, mit ausgefeilten Texten und seinem berüchtigten Hang zur Provokation.

Aux Armes et caetera.

Serge Gainsbourg
1979 -
En savoir plus

Je t’aime… moi non plus

Serge Gainsbourg
1976 -
En savoir plus

Gustave Courbet : Ein Traum von der Modern

Nahon-Marianne
2008 -
En savoir plus

Play Blessures

Baschung-Alain
1982 -
En savoir plus

Anna

Gainsbourg-Serge
1967 -
En savoir plus

Baby Alone in Babylon

Jane Birkin
1983 -
En savoir plus

Guitar conceptions

Elek Bacsik
1963 -
En savoir plus

Symphonie N° 3

Brahms-Johannes
1883 -
En savoir plus

Gainsbourg-Popstar-Poet-Provokateur

Joann Sfar
2009 -
En savoir plus

Histoire de Melody Nelson

Serge Gainsbourg
1971 -
En savoir plus

Monsieur Gainsbourg revisited

Collectif
2006 -
En savoir plus

Aux Armes et caetera.

Serge Gainsbourg - 1979 -

1979 nimmt Gainsbourg dieses Album in Kingstone in Jamaika mit lokalen Starmusikern wie Sly Dunbar am Schlagzeug und Robbie Shakespeare am Bass auf. Mit diesem Werk etabliert Gainsbourg den Reggae in Frankreich und bringt diese Musik einem breiteren Publikum nahe. Seine Version von La Marseillaise unter dem Titel Aux Armes etc. sorgt ebenso für einen riesigen Erfolg wie einen riesigen Skandal. In dieser Zeit schafft sich Gainsbourg die Kunstfigur Gainsbarre, die zu seinem Doppelgänger wird und Provokateur, Raucher und Trinker in einem ist. Das erfreut ebenso die Medien wie ein jüngeres Publikum, das Gainsbourg fortan die Treue hält.

Je t’aime… moi non plus

Serge Gainsbourg - 1976 -

Es ist der erste Spielfilm von Serge Gainsbourg, der in Frankreich sehr zurückhaltend aufgenommen wird: Weder die Kritik noch das Publikum sind sonderlich angetan. Die Geschichte ist schnell erzählt: Zwei homosexuelle LKW-Fahrer treffen in einer schäbigen Bar eine junge, androgyne Frau. In den Hauptrollen sieht man Jane Birkin und Joe Dallessandro (Flesh), der von Paul Morrissey und Andy Warhol entdeckt wurde. 1976 schockte der provokante Film. Mit dem Abstand der Jahre muss man heute sagen: Gainsbourg pur und sein bester Film.

Gustave Courbet : Ein Traum von der Modern

Nahon-Marianne - 2008 -

Für Gainsbourg gab es lange eine niedere Kunst (das Chanson) und eine hohe Kunst (die Malerei). Dabei beherrschte er Erstere meisterlich und bewunderte die Zweite. In seinen Studienjahren an der Academie de Monmartre versuchte sich der junge Gainsbourg als Maler, bevor er sich dann ganz der Musik verschrieb. Er sagte sich einfach: „Ich werde Courbet sein oder Niemand. Courbet war einfach der Flaubert der Malerei. Mit ihm kippte die Kunst zum Skandal. Er hat bei seinen Themen etwas gewagt.“ Es sieht ganz so aus, als hätte Gainsbourg sein großes Vorbild gut studiert.

Play Blessures

Baschung-Alain - 1982 -

Nach seinem Erfolg mit der LP Pizza und den Hits Gaby oh Gaby und Vertige de l’amour wollte der französische Rocksänger Alain Bashung eine Zäsur setzen. Mit Play Blessures gelang ihm ein regelrechter musikalischer Coup, weil er mit Serge Gainsbourg als Texter arbeitete. Musikalisch liegt das Album auf der musikalischen Welle des Synth Rock oder Electronic-Rock, der in den Post-Punk-Jahren in den 80ern modisch war. Play Blessures bleibt ein musikalisches UFO innerhalb der französischen Rockmusik und gehört zu den besten Alben von Bashung.

Anna

Gainsbourg-Serge - 1967 -

Der Soundtrack zur Musik-Komödie Anna mit Anna Karina, Jean-Claude Brialy und Marianne Faithful, die 1967 im ORTF, dem damals einzigen Fernsehsender Frankreichs, lief, war Kult. Damit stand dieser Fernsehfilm ebenso wie Blow-Up von Antonioni oder die bekannte Fernsehsendung Dim, Dam, Dom für einen Cocktail aus Nouvelle Vague und Popkultur. Die beiden bekannten Lieder Sous le soleil exactement und Roller Girl sang Anna Karina, bekannt aus den Filmen von Jean-Luc Godard. Damit kündigte sich im Schaffen Gainsbourgs auch schon die spätere Zusammenarbeit mit Brigitte Bardot und Jane Birkin an.

Baby Alone in Babylon

Jane Birkin - 1983 -

Das Paar Birkin-Gainsbourg hat gemeinsam jede Menge Schallplatten aufgenommen. Das Album Baby alone in Babylone gehört darunter zu den besten und wirkt mit Songs wie Partie perdue oder Overseas telegram wie ein Konzeptalbum zum Thema Trennung. Die LP wird 1984 schnell zur Goldenen Schallplatte mit mehr als 100 000 verkauften Exemplaren. Unter den vielen guten Liedern zeichnet sich vor allem der Titelsong Baby alone in Babylone aus, der sich ein wenig bei Brahms bedient. Und Les Dessous Chics ist längst ein Klassiker.

Guitar conceptions

Elek Bacsik - 1963 -

Auf dieser LP wird Elek Bacsik an der Orgel von Maurice Vander begleitet. Der Jazzgitarrist adaptiert hier Klassiker wie So What von Miles Davis, aber bietet auch eine melancholische und entschlackte Version von La Saison de pluies an, für die Gainsbourg den Text schrieb. Der leider zu unbekannt gebliebene ungarische Jazzmusiker Elek Bacsik wirkte auch auf Gainsbourgs Album Confidentiel mit und begleitete Sängerinnen wie Barbara oder Jeanne Moreau.

Symphonie N° 3

Brahms-Johannes - 1883 -

Serge Gainsbourg hat sich oft die angesagten Musiktrends seiner Zeit angeeignet wie den Jazz, Pop, Reggae oder Funk. Er schöpfte aber auch bei den großen Komponisten der klassischen Musik wie Antonin Dvorak, Frédéric Chopin und Beethoven. Von Brahms‘ Symphonie Nr. 3 leiht er sich das musikalische Thema für den Song von Jane Birkin Baby Alone in Babylone aus und meint: „Brahms hätte sicherlich nicht gemocht, dass ich seiner Musik noch einen Liedtext hinzufüge. Aber ich habe mir ja bei ihm nur etwas ausgeliehen. Meine bescheidenen Versuche, die ja nichts sind als nur Versuche, werden sich irgendwann in Luft auflösen und Brahms wird dann wieder rehabilitiert sein. Ich habe sein Werk ja kaum berührt.

Gainsbourg-Popstar-Poet-Provokateur

Joann Sfar - 2009 -

Der Comiczeichner Joann Sfar (Die Katze des Rabbiners) führt bei diesem etwas anderen Biopic über Gainsbourg Regie. Dabei werden die wichtigen Ereignisse aus dem Leben Serge Gainsbourgs nicht einfach nur abgefilmt. Joann Sfar findet eine imposante Bildsprache, die ironisch gebrochen wird, und er betrachtet Gainsbourg mit dem Blick eines Künstlers auf das Künstlerleben. Der Film wurde in Frankreich zu einem großen Erfolg bei der Kritik und mit 1,2 Millionen Zuschauern auch beim Publikum.

Histoire de Melody Nelson

Serge Gainsbourg - 1971 -

Histoire de Melody Nelson ist ein Schlüsselwerk im musikalischen Schaffen Gainsbourgs. Dieses Konzeptalbum hat ganze Generationen von Sängern, Autoren und Komponisten in Frankreich geprägt, aber auch in England oder in den USA Spuren hinterlassen. Dabei war Histoire de Melody Nelson, als es 1971 erschien, zunächst ein kommerzieller Misserfolg. Neben den satt arrangierten Orchestrierungen von Jean-Claude Vannier fällt auf diesem Album auch erstmals der Sprechgesang Gainsbourgs auf, der später zu seinem Markenzeichen werden sollte.

Monsieur Gainsbourg revisited

Collectif - 2006 -

Bei dieser Hommage an Gainsbourg vertonen bekannte anglo-amerikanischer Künstler die Songs des großen Gainsbourg auf Englisch. Besonders gelungen sind A song for Sorry Angel von Franz Ferdinand und Jane Birkin; I love you (me either) von Cat Power und Karen Elson, oder L'hôtel von Michael Stipe, dem Sänger von R.E.M. Die meisten der englisch-sprachigen Adaptionen stammen von Boris Bergmann, dem bekannten Mitstreiter von Alain Bashung.

se connecter

Créer votre compte

Vous aurez la possibilité de créer votre médiathèque et sauvegarder les oeuvres de nos sélections
Voulez-vous vous inscrire à notre Newsletter hebdomadaire ?