Zum hundertjährigen Geburtstag von Roland Barthes ist es an der Zeit, ebenso auf das Werk des Autors von Mythen des Alltags wie auf seine Bedeutung als französischer Intellektueller der 60er und 70er Jahre zurückzublicken. Jean Paul Sartre drückte es einmal so aus: „Traditionell spricht der französische Intellektuelle für alle, die keine Stimme haben.“ Es ist auch eine Epoche, in der die Arbeiten von Michel Foucault, Roland Barthes, Gilles Deleuze, Pierre Bourdieu und Jacques Derrida sich laut Sudhir Hazareesingh folgerndermaßen auszeichnen: durch „die Besonderheit, alles zu hinterfragen und sich nicht auf die disziplinären Unterscheidungen zu beschränken“.
Gilles Deleuze sagte, dass es im kreativen Sinn reiche und arme Perioden gäbe. Und während wir diesbezüglich auf bessere Tage warten, kann ein kleiner Rückblick nicht schaden.