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Roland Barthes and friends

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Zum hundertjährigen Geburtstag von Roland Barthes ist es an der Zeit, ebenso auf das Werk des Autors von Mythen des Alltags wie auf seine Bedeutung als französischer Intellektueller der 60er und 70er Jahre zurückzublicken. Jean Paul Sartre drückte es einmal so aus: „Traditionell spricht der französische Intellektuelle für alle, die keine Stimme haben.“ Es ist auch eine Epoche, in der die Arbeiten von Michel Foucault, Roland Barthes, Gilles Deleuze, Pierre Bourdieu und Jacques Derrida sich laut Sudhir Hazareesingh folgerndermaßen auszeichnen: durch „die Besonderheit, alles zu hinterfragen und sich nicht auf die disziplinären Unterscheidungen zu beschränken“.
Gilles Deleuze sagte, dass es im kreativen Sinn reiche und arme Perioden gäbe. Und während wir diesbezüglich auf bessere Tage warten, kann ein kleiner Rückblick nicht schaden.

Homo academicus

Pierre Bourdieu
1984 - Minuit
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Die Ordnung der Dinge

Michel Foucault
1966 -
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How The French Think

Sudhir Hazareesingh
2015 -
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Tagebuch (1939-1949)

André Gide
-
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Wissenschaft der Sprache

Ferdinand de Saussure
1916 -
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Roland Barthes

Tiphaine Samoyault
2015 -
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Die Dinge

Georges Perec
1965 -
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Karambolage

Claire Doutriaux
2014 -
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Strukturalismus

Niels Brügger , Orla Vigso
2008 -
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Mythen des Alltags

Barthes-Roland
1957 -
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Die Konsumgesellschaft

Jean Baudrillard
1968 -
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Homo academicus

Pierre Bourdieu - 1984 - Minuit

In diesem 1984 erschienenen Essay versucht sich Pierre Bourdieu an einem gewagten und als skandalös aufgefasstem Unterfangen. Er wird zum „Nestbeschmutzer“ und analysiert das Innenleben an einer Universität. Dabei greift er auch den Konflikt auf, der 1967 über die Bedeutung von Racine zwischen Raymond Picard und Roland Barthes ausbrach. Diese Auseinandersetzung hielt Bourdieu ein Jahr vor dem Mai 1968 (vielleicht zu Unrecht) für exemplarisch für den Konflikt zwischen der alten und der neuen Welt.

Die Ordnung der Dinge

Michel Foucault - 1966 -

Tiphaine Saymoyault widmet den beiden großen Denkern in einem Buch ein ganzes Kapitel über ihre Freundschaft und Differenzen. Sie schreibt: „Die „Viersilbigen“ Barthes und Foucault“ stehen für eine Epoche, in der das französische Denken erstrahlte, sich die Humanwissenschaften erneuerten und in der unter den Theoretikern und Denkern „große Namen“ und „große Figuren“ auftauchten.

How The French Think

Sudhir Hazareesingh - 2015 -

Der Brite Sudhir Hazareesingh – Professor an der Universität Oxford und großer Frankophiler – hat gerade einen Essai über die Besonderheit des französischen Denkens veröffentlicht: „(…) die großen französischen Intellektuellen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zeichneten sich dadurch aus, dass sie große Wissenschaftler waren, aber zugleich auch das breite Publikum angesprochen haben. Foucault, Derrida, Bourdieu waren Intellektuelle im traditionellen französischen Sinn des Wortes“...

Tagebuch (1939-1949)

André Gide - -

Für Barthes war dieses Werk eine wichtige Lektüre in seiner Jugend, vor allem bei der Entdeckung seiner eigenen Homosexualität. Das Tagebuch von Gide hält Roland Barthes auch deshalb für so wichtig, weil es eine Brücke zwischen dem „gewöhnlichen Schreiben“ und „literarischen Schreiben“ schlägt. In Über mich selbst schreibt er: Könnte man bei mir nicht schlussfolgern, dass alles was ich geschrieben habe, nur ein heimlicher und hartnäckige Versuch war, eines Tages das Thema des Tagebuchs von Gide ungeniert wieder aufleben zu lassen ?

Wissenschaft der Sprache

Ferdinand de Saussure - 1916 -

Der Cours de linguistique générale (Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft) von Saussure ist das Schlüsselwerk für jeden, der sich für Sprache und Sprachen interessiert. Darin werden erstmalig manche der kreativsten Konzepte der Linguistik ausgedrückt wie binäre Gegensätze (Sprache/Parole, Signifikant/Signifikat, Synchronie/Diachronie) und Arbitrarität der Zeichen. Noch heute speisen diese Konzepte die Reflexion ganzer Generationen von Sprachwissenschaftlern.

Roland Barthes

Tiphaine Samoyault - 2015 -

Roland Barthes von Tiphaine Samoyault ist die dritte bis heute erschienene Biographie des Autors von Mythen des Alltags. Auf 700 Seiten vermittelt sie den einzigartigen Werdegang dieses Intellektuellen, der aus der Kritik das eigentliche Wesen der Literatur machte, aus seinen Essais Möglichketen für unvollendete und zersplitterte Romane und dessen Emblem folgender Satz sein könnte: „Ich habe eine Krankheit: Ich sehe die Sprache.“

Die Dinge

Georges Perec - 1965 -

Auch Perec ist ein ehemaliger Schüler von Barthes und erzielt bereits mit seinem ersten Roman Die Dinge aus dem Jahr 1965 einen Riesenerfolg. Dieser „objektive“ Roman erzählt von einem jungen Paar, zwei typischen Kindern der Konsumgesellschaft, die vor allem die schönen „Dinge“ der bunten Warenwelt begehren. Dabei werden diese Konsumgüter lang und ausführlich beschrieben, und der Einfluss von Barthes ist hier offensichtlich.

Karambolage

Claire Doutriaux - 2014 -

Kleines Buch der deutsch-französischen Eigenarten Wörter, Rituale, Objekte aber auch Lautmalerei zeichnen dieses kleine Buch deutscher und französischer Eigenarten aus. Was haben die Deutschen mit dem Bierdeckel oder die Franzosen mit der Nackenrolle fragt man sich dies- und jenseits des Rheins. Verpassen Sie nicht diese willkommene Gelegenheit mehr über uns und unsere Nachbarn zu erfahren. Amüsant/amusant.

Strukturalismus

Niels Brügger , Orla Vigso - 2008 -

Der Strukturalismus ist eine der Semiotik verwandte intellektuelle Strömung, die ihre Blütezeit zwischen den fünfziger und siebziger Jahren erlebte. Gegenstand der Untersuchungen sind eher die zuweilen unbewussten Beziehungen zwischen den untersuchten Elementen als die Elemente selber. Die Ausstrahlung dieser großen Denkströmung tragen Figuren wie Derrida, Foucault, Lévi-Strauss, Lacan, Barthes...

Mythen des Alltags

Barthes-Roland - 1957 -

Der Citroën DS, Pommes mit Steak, die Tour de France, die Versprechungen der Waschmittelwerbung, die Kochrezepte der Frauenzeitschrift „Elle“, oder der Restaurantführer „Guide bleu“... es sind diese französischen Mythen des Alltags seiner Epoche (die heute meistens museal anmuten), mit denen sich Barthes in seinem bis heute meist gelesenen Buch auseinandersetzt. Die Feinde sind die Doxa, vorgefertigte Denkweisen und Stereotypen. Ein weiterer Feind wäre heute eine „nostalgische“ Lektüre des Buchs über das Frankreich von früher.

Die Konsumgesellschaft

Jean Baudrillard - 1968 -

Baudrillard, der einst an Seminaren von Roland Barthes teilnahm, veröffentlicht diesen soziologischen Essay 1968. Dort geht er den Entwicklungen der Lebensräume innerhalb der französischen Gesellschaft nach und studiert die neue Bedeutung von Konsumgütern in einer postmodernen Gesellschaft. Damit zielt er in die gleiche Richtung wie sein Meister, der 1967 Système de la mode veröffentlichte.

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