Das englische Wort „queer“ bedeutet ursprünglich seltsam oder bizarr. Die LGBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender)-Gemeinde nutzt den Begriff queer seit den 90er Jahren, um sich vom Wort homosexuell abzugrenzen. Die feministischen Queer-Theorien haben ihren Ursprung zunächst in den „Women’s Studies“ und werden von Judith Butler, Eve Kosofsky Sedgwick und Lee Edelman weiter entwickelt. Sie setzen sich für den Unterschied zwischen der geschlechtlichen und der sexuellen Identität ein und rücken die Sexualität in das Zentrum jeglicher Identität. Sie kämpfen somit gegen eine normative Heterosexualität, die alle anderen, individuellen sexuellen Neigungen marginalisiert.