Liegt es an den eisigen Temperaturen oder an den hellen Tagen, die sich so endlos lang anfühlen? Auf jeden Fall zeichnen sich die Krimis aus dem hohen Norden durch ihre düstere Gewalt aus, die einen nur noch frösteln lässt. Seit Stig Larssons Millennium-Trilogie „Verblendung, Verdammnis, Vergebung“ konnten die Leser noch ganz andere skandinavische Autoren entdecken, die über diverse Handschriften verfügen, sich aber auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. Ihre schrecklichen Geschichten kontrastieren mit dem idyllischen Image von Sozialdemokratien, die in Europa für viele Vorbildcharakter haben. Leider weiß man seit den Morden an Olof Palme 1986 oder dem Massaker auf der norwegischen Insel Utoya 2011, dass auch Skandinavien von einer gewalttätigen Realität nicht verschont bleibt.