„Einige Orte sprechen klar für sich“ sagte einst Robert Louis Stevenson. Wenn James Ellroy von Los Angeles « besessen » ist, Georges Pelecanos von Washington, oder Jérôme Charyn von New York, haben Schriftsteller von Kriminalromanen meistens ihre Stadt im Blut. Vor allem dann, wenn es sich um eine weitverzweigte Metropole handelt. Da sind die urbanen Landschaften, die Kulturen, Geschichten und Legenden, die aus den Kellern und düsteren Gassen kriechen und so die Persönlichkeit des Helden- oder Antihelden formen. Oft befinden sich die Charaktere in einer vom „Monster der Stadt“ gestellten Falle. Und so wird die Metropole selber zu einer allwissenden und bedrohlichen Hauptfigur.