The straight mind
Monique Wittig - 2001
Männer und Frauen existieren nicht. Das ist der Ausgangspunkt der Überlegungen von Monique Wittig in ihrem Standardwerk über zeitgenössische feministische Strömungen. Die Autorin unternimmt eine Dekonstruktion der Geschlechter als politisches Konzept. Sie behauptet, die Binarität der Gesellschaft (Frauen/Männer, Dominierende/Dominierte, Privat/Öffentlich) diene nur dazu, die Illusion einer natürlichen Heterosexualität aufrecht zu erhalten, die Homosexualität im Plural und vor allem Lesben ausschließt. Die selbst erklärte Materialistin schlägt vor, über die Grenzen definierter Geschlechterbegriffe hinauszudenken, um so der geistigen Versklavung zu entfliehen.
