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La Folle Journée de Nantes / Der Tolle Tag

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En partenariat avec Arte

Glaubt man den Meinungsumfragen, dann ist Klassische Musik bei den Franzosen sehr beliebt. Die Verkaufszahlen sprechen jedoch eine ganz andere Sprache…Wenn jedoch Festivals oder andere Initiativen entstehen, die Klassische Musik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen, bleibt der Erfolg fast nie aus.
 
Seit seiner Gründung 1995 ist La Folle Journée de Nantes (Der Tolle Tag) genau das, was man erwartet: ein verrückter Tag und eigentlich sogar mehrere Tage voller Musik und Party, ein Musikfestival hoch 1000. An knapp drei Tagen finden über 3000 Konzerte zu erschwinglichen Preisen statt. Geboten wird eine riesige Bandbreite an Musikgenres mit einem jährlich wechselnden Thema. In diesem Jahr ist es die Leidenschaft.

Folle Journée / Der Tolle Tag

28. Januar - 1. Februar -
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Matthäus-Passion

Johann Sebastian Bach
1727 -
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Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau

Stefan Zweig
1927 -
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Monty Python:  Das Leben des Brian

Terry Jones
1979 -
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Das Buch vom Wirken Gottes

Hildegarde von Bingen
-
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Die Hochzeit des Figaro

Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
1778 -
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Platée

Jean-Philippe Rameau
1745 -
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Der Idiot

Fjodor M. Dostojewski
1868 -
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Das Siebente Siegel

Ingmar Bergman
1957 -
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Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze

Joseph Haydn
1785 -
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Der Isenheimer Altar

Matthias Grünewald
1516 -
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Royal de Luxe 

Die Riesen kommen, Ein Märchen für Berlin
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Le Cid / Der Cid

Pierre Corneille
1637 -
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Estuaire (dt. Übersetzung: Mündung)

-
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Die Propellerinsel

Jules Verne
1895 -
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Folle Journée / Der Tolle Tag

- 28. Januar - 1. Februar -

In den 8 Sälen des Kongresszentrums in Nantes werden jährlich Hunderttausende erreicht. Dieses wahre Volksfest ist ein gelungenes Beispiel für die Demokratisierung der Kultur. Dieser Tolle Tag exportiert sich weltweit: nach Lissabon, Bilbao, Tokio, Rio den Janeiro und Warschau...

Matthäus-Passion

Johann Sebastian Bach - 1727 -

„Wenn es jemanden gibt, der Bach alles verdankt, dann ist das Gott“ schreibt Cioran. Das trifft besonders auf die Matthäus-Passion zu, dieses mächtige und dabei so vielschichtige und geniale Monumentalwerk, das eine der großartigsten künstlerischen Darstellungen der Leiden Christi zeigt. Gustav Leonhardt, ein Pionier der Wiederentdeckung der Barocken Musik, spielte im Straub-Huillet-Film Chronik der Anna Magdalena Bach den Leipziger Kantor. Er beglückte uns 1990 mit seinem Orchester Petite Bande mit einer der schönsten Interpretationen der Matthäus-Passion.

Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau

Stefan Zweig - 1927 -

Stefan Zweig bleibt unerreichbar, wenn es darum geht, in nur wenigen Worten, in einem einfachen Bild, die Gesetze und Verwüstungen der Leidenschaft zu skizzieren. In Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau zeigt er uns eine Frau von Welt, die einem besessenen Casino-Spieler verfällt, indem sie nur seine mal hinreißenden und dann wieder verzweifelten Hände beobachtet.

Monty Python:  Das Leben des Brian

Terry Jones - 1979 -

Wenn die britisch-amerikanische Komikertruppe Monthy Python ihre Version der Passion Christi verfilmt, darf es gerne absurd und fröhlich werden. So wird Mandy am 25.Dezember im Jahre Null, in einer Scheune in Galiläa, der kleine Brian geboren, den die Heiligen Drei Könige mit einem gewissen Jesus verwechseln. Als sie ihren Irrtum bemerken, packen sie schnell ihre Geschenke ein und beehren die Nachbarin mit dem richtigen Jesuskind.... In diesem Klamauk um einen Messias wider Willen wird die Religion ebenso auf die Schippe genommen wie die Dummheit der Massen. Kurz – hier wird eine Version des Evangeliums geboten, die man vorher  so nie gesehen und gehört hat.

Das Buch vom Wirken Gottes

Hildegarde von Bingen - -

Diese deutsche Mystikerin aus dem XI. Jahrhundert berichtete von Visionen und göttlichen Erscheinungen seit ihrer Kindheit. Sie schrieb als Nonne in einem Benedektinerkloster ihre Visionen auf und gilt u.a. als eine große Gelehrte im Bereich der Naturheilkunde. Je nach Standpunkt wird sie als eine Heilige verehrt, die im Auftrag Gottes lehrte (sie wurde heiliggesprochen) oder als verrückt betrachtet. Unbestritten bleibt ihre einmalige, poetische Stimme. Margarethe von Trotta verfilmte 2009 ihre Geschichte mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle.

Die Hochzeit des Figaro

Pierre Augustin Caron de Beaumarchais - 1778 -

Eigentlich verdankt „Der Tolle Tag“ in Nantes seinen Namen dem Theaterstück von Beaumarchais. Im Original heißt er La Folle Journée und Die Hochzeit des Figaro ist nur der Untertitel. Dabei ist das Stück sehr bedeutend und richtungsweisend, weil es sich hier um ein vorrevolutionäres Manifest handelt, um eine Verbindung aus der Commedia dell'arte und der Philosophie der Aufklärung und weil Mozart dadurch zu einer der schönsten Opern aller Zeiten inspiriert wurde.

Platée

Jean-Philippe Rameau - 1745 -

Mitten im zweiten Akt dieser Komödie, einem lyrischen Ballett mit erhöhtem, burleskem Humorfaktor, bietet uns Rameau eine der schönsten und verrücktesten musikalischen Tollheiten an: eine wirklich furiose Verrücktheit oder Tolle Furie, die mit ihrer ansteckenden, vokalisierten Fröhlichkeit einfach explodiert.

Der Idiot

Fjodor M. Dostojewski - 1868 -

Mit seiner Hauptfigur, dem Fürsten Myschkin, arbeitete sich Dostojewski an der Figur Christi ab. Dieser junge Mann, den alle nur verächtlich den „Idioten“ nennen, ist grundgütig, voller Liebe, ohne Hintergedanken und Epileptiker. Myschkin drückt sich mit einer großen Einfachheit – ja fast Naivität – aus. Der Fürst rückt in das Zentrum von Leidenschaften und Intrigen. Dabei vermag er es durchaus, Erwartungen zu wecken. Nicht immer reagiert er, wie erwartet. Aber er vergibt allen mit seiner so lichten Liebe. Die Krankheit hingegen verzeiht nichts. Das Leben auch nicht.

Das Siebente Siegel

Ingmar Bergman - 1957 -

Die Pest regiert im Mittelalter und kennt keine Gnade. Ein junger, desillusionierter Ritter, der gerade aus dem Heiligen Land kommt, bietet dem bleichen Tod ein Schachspiel an. Dabei geht es ihm vor allem darum, eine Theatertruppe zu retten, für die das Leben noch voller Liebe und Leichtigkeit ist. Bergmans erstes düsteres Meisterwerk traf im Vergleich zu späteren Arbeiten noch einen leichteren Ton. Beeindruckend ist auch die Darstellung eines jungen Mädchens, das bis zum Finale kein Wort sagt...

Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze

Joseph Haydn - 1785 -

Haydn erfasst die letzten Augenblicke von Jesu am Kreuz mit sieben Sätzen für die letzten sieben Worte, bevor sich Himmel und Erde zu einem gigantischen Erdbeben öffnen. Von diesem hypnotischen und beseelten Werk existieren drei Versionen: für ein Streichorchester, einen Chor und ein Quartett. Es ist vor allem letztere Version, die am besten die Strenge des Diskurses einfängt.

Der Isenheimer Altar

Matthias Grünewald - 1516 -

Das Meisterwerk des bayerischen Künstlers Matthias Grünewald (geboren 1475/1480 in Würzburg, gestorben 1528 in Halle/Saale), ein monumentales Polyptychon, bleibt bis heute irritierend modern. Einige der Figuren von Die Versuchungen des heiligen Antonius erinnern an seinen Zeitgenossen Hieronymus Bosch, evozieren aber auch die Surrealisten! Aber wenn es um die Kreuzigung selber auf dem zentralen Wandelbild geht, wenn die Altarflügel geschlossen sind, bleibt sie ebenso kryptisch wie fesselnd. Man durchlebt als Betrachter die pure Verzweiflung und Qual bis hin zum süßesten Frieden.

Royal de Luxe 

Die Riesen kommen, Ein Märchen für Berlin - -

Die Straßentheatergruppe Royal de Luxe aus Nantes kann man sich heute aus der bretonischen Hafenstadt nicht mehr wegdenken. Seit ihrer Gründung 1979 durch  Jean-Luc Courcoult bleibt diese Truppe hoch kreativ. Zahllos sind ihre Aufführungen und Werke in Nantes wie überall auf der Welt mit ihrer Mischung aus launischer Fantasie, Poesie und Burleske. Einer ihrer größten Erfolge bleibt die Saga der Riesenmarionetten, die in Europa, Afrika und Südamerika durch die Straßen vieler Städte zog. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls kam Royal de Luxe auch nach Berlin.

Le Cid / Der Cid

Pierre Corneille - 1637 -

Mit dieser legendären Hauptrolle in Corneilles Klassiker erobert Gérard Philipe 1951 die Bühne und wird zur Ikone.  Mit seiner visionären Inszenierung dieses Meisterwerks gibt Regisseur Jean Vilar das Theater dem Volk zurück. Die Zusammenarbeit zwischen dem Théâtre National Populaire und dem Theaterfestival in Avignon sollte eine ganze Theaterepoche beeinflussen.

Estuaire (dt. Übersetzung: Mündung)

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Dieses Festival für zeitgenössische Kunst wurde 2007 gegründet und erstreckt sich über die 60 Kilometer der Loire-Mündung über Nantes und Saint-Nazaire. Einige der Werke werden nur zeitweilig ausgestellt andere bleiben bis heute. Man kann also Nantes und seine Umgebung anhand von Kunstwerken erkunden, dabei die Loire, kleine Steinbrücken und eine monumentale Hängebrücke kennen lernen. Ohne Vorwarnung tauchen auch ein schwimmendes Haus, eine Seeschlange und ein Boot aus der Landschaft auf, bevor sie wieder verschwinden.

Die Propellerinsel

Jules Verne - 1895 -

Wenn am Tollen Tag in der bretonischen Stadt der Herzöge die Musik auf Weltreise geht, handelt es sich bei weitem nicht um die einzige ungewöhnliche Reise für die Einwohner von Nantes. Denn in ihrer Stadt kam Jules Verne zur Welt, den seine Geburtsstadt zu all diesen Geschichten um Seefahrer inspirierte, die zu fremden Gestaden aufbrechen. Da ist natürlich der Hafen, der die Fantasie des Jungen beflügelte, der später 20 000 Meilen unter dem Meer schrieb...Aber auch die Insel Feydau, eine wirkliche Schwimmende Stadt inmitten der Loire oder die Île Indret mit ihrem Angst einflößenden Maschinenpark, den Jules Verne dann in seinem Buch Die Propellerinsel literarisch aufarbeitete. In diesem Roman evozierte Verne auch seine Liebe zu Mozart, Beethoven und Mendelssohn.

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