Die Wirtschaft oder der neue Wirtschaftsdschungel

en collaboration avec Arte

Der Crash von 1929 gilt als die erste Weltwirtschaftskrise, die unsere Welt erschütterte. Seitdem folgten die Ölkrise von 1973, die geplatzte Spekulationsblase der Dotcom-Unternehmen im Internet 2000 und die Finanzkrise um die Subprimes 2007. So gesehen befindet sich unsere Zivilisation im Zustand einer permanenten Krise. Zu den tragischen Konsequenzen für die Betroffenen, denen wir tagtäglich begegnen, kommen jedoch die Lügen, die Verachtung, ja sogar der Zynismus der Krisen-Profiteure hinzu, die das Gefühl von Ungerechtigkeit immer mehr verstärken. Die Lösung findet man vielleicht in der Fiktion, die sich schon immer in einem fruchtbaren Austausch mit der Wirtschaft befand. Und Künstler erhellen oft die Wirklichkeit, indem sie sich Intrigen mit den Helden und den Verlierern des Wirtschaftswachstums ausdenken.

< La sélection >

FERMER

Cherchez ce titre dans votre bibliothèque :

En Numérique - En Physique

Les autres titres du même auteur :

En Numérique - En Physique
  • Börse oder Leben / Houellebecq économiste

    Bernard Maris - 2014
    Das wohl größte Verdienst des von den „Charlie Hebdo“-Attentätern ermordeten Wirtschaftsjournalisten Bernard Maris bestand darin, komplizierte Wirtschaftszusammenhänge verständlich zu beschreiben. In seinem Buch Börse oder Leben entlarvt er die Scheinheiligkeit von Diskursen, die auch Kleinanlegern enorme Profite an der Börse versprechen. Im vorigen Jahr erschien in Frankreich auch sein Essai Houellebecq économiste. Darin zitiert Maris die großen Ökonomen Marx, Keynes und Schumpeter um zu beweisen, dass Houellebecq ein großer visionärer Schriftsteller seiner Zeit ist, der die knallharte Marktwirtschaft und Agonie des Kapitalismus literarisch verarbeitet.
  • Das Kapital im 21 Jahrhundert

    Thomas Piketty - 2013
    Die populärste Gleichung nach „E=mc2“ hat der französische Ökonom Thomas Piketty aufgestellt. Sein Buch wurde innerhalb weniger Monate zu einem Weltbestseller. Die einfache Formel lautet: r>g: also die Gewinne aus dem Kapital (r) werden immer höher sein als die Wachstumsrate (g). Anders formuliert: Wer ein Vermögen besitzt, bereichert sich schneller als der Durchschnittsbürger. Aus diesem Grund verstärkt sich die soziale Ungerechtigkeit. Die Stärke dieser These besteht darin, dass Piketty umfangreiche Daten aus 20 Ländern auswertete. Mit Hilfe vieler Kollegen aus der ganzen Welt untersucht Piketty die Verteilung von Reichtum seit dem Beginn des XX. Jahrhunderts. Zu den weiteren Zutaten des Erfolgs gehören zahlreiche literarische Zitate von Jane Austen bis zu Balzac.
  • Der Foundation Zyklus

    Isaac Asimov - 1942-1950
    Ließ sich die Finanzkrise von 2007/2008 voraussagen? Wird das Wachstum in Europa wieder anziehen? Die Fähigkeit, wirtschaftliche Entwicklungen vorauszusehen, steht im Mittelpunkt von Diskussionen unter Wissenschaftlern: Aber nur wenige nehmen das Thema so ernst wie Paul Krugman, der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger von 2008. In seinen Arbeiten über internationalen Handel und Standortverlagerung behauptet er sogar, dass er seine Inspiration einem berühmten Science-Fiction-Roman verdankt. Genauer gesagt, der Figur des Hari Seldon, einem Statistiker und Erfinder der „Psycho-Geschichte“ einer (fiktiven) Wissenschaft, die anhand von Gleichungen die Zukunft menschlichen Verhaltens voraussagen kann.
  • Margin Call – Der große Crash

    Jeffrey C. Chandor - 2011
    Der junge Mitarbeiter einer Großbank findet heraus, dass sich seine Bank mit toxischen Wertpapieren verspekuliert hat, die in die Pleite führen könnten. Die Bosse entscheiden trotzdem, die nun wertlosen Aktien und Papiere schnell zu verkaufen. Dabei gehen sie das Risiko ein, dass weltweit das Finanzsystem zusammen bricht... Dieser brillante Independent-Film erinnert fatal an das Schicksal der Lehman Brothers und von Goldman Sachs oder wie der Zynismus der Banker eine Weltwirtschaftskrise auslösen kann.
  • Scarface

    Brian De Palma - 1983
    Als der kubanische Gangster Tony Montana in Miami auftaucht, lernt er schnell. Aus den Gesetzen des Marktes werden bei Montana die Gesetze des Dschungels. So erobert er den lokalen Markt, destabilisiert die Konkurrenz und etabliert höhere Einstiegshürden... In der Wall Street sagt man dazu: „Um es zu schaffen, musst du der Erste sein oder betrügen.“ Tony Montana wird einfach der Brutalste, der das Wort Skrupel aus seinem Vokabular gestrichen hat.
  • Master of the Universe

    Marc Bauder - 2014
    Man könnte glauben, es handelte sich hier um eine Fiktion über einen geständigen Mafioso. Aber der „Meister des Universums“, der sich in diesem Dokumentarfilm offenbart, ist sehr real. Der deutsche Banker Rainer Voss hat mit Anfang 50 beschlossen auszupacken und gibt Einblicke hinter die Kulissen der modernen Finanzwelt. Es geht um die Milliarden, die er bewegte, die Millionen, die er verdiente, weil die Märkte dereguliert wurden. Voss spricht über immer raffiniertere Finanzprodukte, sein Gefühl der Macht, das Leben in den Unternehmen, in denen die Abkoppelung vom wahren Leben in eine sektenähnliche Parallelwelt mündet. Lehrreich.
    Retrouvez cette oeuvre dans d'autres sélections
    L'économie ou la nouvelle jungle
    L'économie, quelle(s) histoire(s) !
  • Fegerfeuer der Eitelkeiten

    Tom Wolfe - 1987
    Sherman McCoy, die Hauptfigur in Tom Wolfes Roman, illustriert, wie man sich in den 80er Jahren einen erfolgreichen Geschäftsmann und „Wolf der Wall Street“ vorstellte: schöne Ehefrau, hübsche Geliebte, große Wohnung und eine Rolex, bevor man 50 Jahre alt wird....Und dann, nach einem banalen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, fällt die schöne Fassade in sich zusammen. Hinter der Geschichte um einen Skrupellosen, dessen Skrupellosigkeit sich wie ein Boomerang gegen ihn selbst wendet, denunziert Tom Wolfe die Scheinheiligkeit eines ganzen Systems, in dem nur die Geldgier als einziger gemeinsamer Nenner existiert.
  • We're Only in It for the Money

    Frank Zappa & the Mothers of Invention - 1968
    Aufgenommen mitten im „Sommer der Liebe“ 1967, greift Frank Zappa mit seiner damaligen Band die triumphierende Hippie Bewegung an. Das Plattencover ist eine Parodie auf Sgt. Pepper's der Beatles und der sarkastische Titel („Wir machen das nur fürs Geld“) fasst das Credo zusammen: Die Gegenkultur wird wie eine Pseudorevolte beschrieben, die von der Musikindustrie längst vereinnahmt worden ist, um mehr Platten zu verkaufen. Somit ist das ganze nur ein weiterer Beweis dafür, dass der Kapitalismus in der Lage ist, aus allem Profit zu schlagen, sogar aus Kapitalismuskritik....Davon abgesehen, ist es ein großartiges Album. Zappa spielt alle Genres von den 50er Jahren bis zur klassischen Avantgarde und macht sich über den Pazifismus lustig („Ich werde auch die Bullen lieben, die mich zusammenschlagen“) oder aber über den Hang der Hippies zur Nacktheit im Song „What’s the ugliest part of your body“.
    Retrouvez cette oeuvre dans d'autres sélections
    L'économie ou la nouvelle jungle
    L'économie, quelle(s) histoire(s) !
  • Streik

    Sergueï Eisenstein - 1925
    Der vom jungen Sowjetstaat in Auftrag gegebene Propagandafilm war der erste Langspielfilm des Regisseurs von Panzerkreuzer Potemkin. Und Sergej Eisenstein ist nicht zimperlich, wenn es um die Denunziation der kapitalistischen Hölle in der Zeit vor 1917 geht: Die Fabrik wird wie ein Schlachthaus gefilmt, die Masse der revoltierenden Proletarier wie ein einziger und gleicher „Held“. Die Bosse fressen sich voll, während ihre Handlanger den Streik unterdrücken...Aber trotz dieser didaktischen Schwerfälligkeit erkennt man in jeder Einstellung und in jedem Schnitt Eisensteins Talent. Dieses Werk ist noch ein Zeugnis der quicklebendigen sowjetischen Avantgarde, die in den ersten Jahren des Sowjetregimes präsent war und schnell vom sogenannten „Sozialistischen Realismus“ abgelöst werden sollte.
  • The Who Sell Out

    The Who - 1967
    Bei der Veröffentlichung dieses Albums kurz vor Weihnachten 1967 geben die Autoren von „My Generation“ dem Zeitgeist nach. Sechs Monate nach Sgt. Pepper's von den Beatles suchen die angesagten britischen Bands nach ihrem eigenen Konzeptalbum mit Pop Art Cover. Bei „The Who Sell Out“ werden die einzelnen Songs, wie der legendäre Hit I can see for miles“, zwischendurch von herrlichen Reklamejingles begleitet, die an die Übertragungen des Piratensenders „Radio London“ erinnern, der das Monopol der BBC von 1964 an erschütterte. Heute, in Zeiten gigantischer Rocktourneen unter dem massiven Einfluss der Sponsoren, wirken die Künstler wie Werbeträger und The Who wie Propheten, die den Sieg des Big Business über die Unterhaltungsindustrie voraussagten.
    Retrouvez cette oeuvre dans d'autres sélections
    L'économie ou la nouvelle jungle
    L'économie, quelle(s) histoire(s) !
  • Die Schatten der Globalisierung

    Joseph E. Stiglitz - 2002
    „Die Globalisierung funktioniert nicht. Weder für die Armen der Welt noch für die Umwelt. Die Globalisierung funktioniert auch nicht für die Stabilität der Weltwirtschaft.“ Die Thesen von Stiglitz aus seinem Bestseller Die Schatten der Globalisierung haben seit seiner Veröffentlichung 2002 wie ein Blitz eingeschlagen. Denn Joseph E. Stiglitz ist Wirtschaftsnobelpreisträger, ein ehemaliger Berater von Bill Clinton, und er war der Vizepräsident der Weltbank. In diesem Sachbuch, das sich wie ein Roman liest, erklärt der Autor, was heute und in der Zukunft für die Welt auf dem Spiel steht.
  • Der Tulpen bitterer Duft 

    Zbignew Herbert - 2014
    Eine Erzählung vor dem Hintergrund des Tulpenfiebers im Holland des 17. Jahrhunderts. Tulpen wurden zu einer so begehrten Ware, dass die Spekulationen mit den Blumen ganz seltsame Blüten trieben. Das führte dann zum Ruin der Tulpenspekulanten und darf getrost als Metapher gelesen werden. Würde man die Zeiten wechseln und die Tulpen durch das Internet ersetzen, bekäme man einen sehr guten Roman über das Platzen der Internetblase im Jahr 2000.
  • Vermeers Hut

    Timothy Brook - 2010
    Die Globalisierung und den Warenaustausch zwischen Europa und China gibt es nicht erst, seit sich das kommunistische China Anfang der 1980er Jahre wirtschaftlich öffnete. Davon erzählt uns Timothy Brook, indem er sich sieben Gemälde von Vermeer genauer anschaut. So untersucht er in den Geschichten hinter den Kunstwerken die Handelswege des 17.Jahrhunderts, also wie z.B. in Peru hergestellte Silbermünzen dazu führten, dass Europäer in China Porzellan aufkauften, das in Holland weiter verarbeitet wurde. Eine schöne Geschichtsstunde, die uns daran erinnert, dass es sich beim Handelsaustausch einst um echte Ware zwischen zwei Käufern handelte, bevor der Handel anonym und digital wurde.
  • Der ewige Gärtner

    Fernando Meirelles - 2005
    Für einige rechtfertigt die Marktwirtschaft auch unorthodoxe Methoden wie den Flirt mit Verboten oder Korruption. Dabei ist ihnen das Gemeinwohl herzlich egal. In „Der ewige Gärtner“, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Le Carré, unternimmt ein britischer Diplomat auf eigene Faust eine Recherche. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten versucht er herauszufinden, warum seine Frau in Kenia sterben musste. Sie war dabei, die Machenschaften der Pharmaindustrie aufzudecken. In Zeiten von gentechnisch veränderten Organismen und dem Versuch großer Labore, sich menschliche Zellen patentieren zu lassen, kann es einem bei dieser Fiktion nur kalt den Rücken herunterlaufen.
  • Alle meine Wünsche

    Grégoire Delacourt - 2012
    Kann man den Verlockungen des Konsums widerstehen? Und eine riesige Geldsumme ablehnen, Dank derer man nie wieder materielle Sorgen im Alltag hätte und die das Leben für immer verändern würde? Diese Fragen stellt sich Jocelyne, als ihr ein Lottogewinn von über 18 Millionen Euro ins Haus flattert. Und diese Frage stellen sich nicht nur die Protagonistin aus dem Roman von Grégoire Delacourt, sondern alle Kritiker des Wildwestkapitalismus, der Privatisierung von Sozialdiensten und auch jene, die für eine Weltwirtschaft mit menschlichem Antlitz plädieren.

Börse oder Leben / Houellebecq économiste
Bernard Maris

Das Kapital im 21 Jahrhundert
Thomas Piketty

Der Foundation Zyklus
Isaac Asimov

Margin Call – Der große Crash
Jeffrey C. Chandor

Scarface
Brian De Palma

Master of the Universe
Marc Bauder

Fegerfeuer der Eitelkeiten
Tom Wolfe

We're Only in It for the Money
Frank Zappa & the Mothers of Invention

Streik
Sergueï Eisenstein

The Who Sell Out
The Who

Die Schatten der Globalisierung
Joseph E. Stiglitz

Der Tulpen bitterer Duft 
Zbignew Herbert

Vermeers Hut
Timothy Brook

Der ewige Gärtner
Fernando Meirelles

Alle meine Wünsche
Grégoire Delacourt

Dans cette sélection

  • Bernard Maris | Börse oder Leben / Houellebecq économiste
  • Thomas Piketty | Das Kapital im 21 Jahrhundert
  • Isaac Asimov | Der Foundation Zyklus
  • Jeffrey C. Chandor | Margin Call – Der große Crash
  • Brian De Palma | Scarface
  • Marc Bauder | Master of the Universe
  • Tom Wolfe | Fegerfeuer der Eitelkeiten
  • Frank Zappa & the Mothers of Invention | We’re Only in It for the Money
  • Sergueï Eisenstein | Streik
  • The Who | The Who Sell Out
  • Joseph E. Stiglitz | Die Schatten der Globalisierung
  • Zbignew Herbert | Der Tulpen bitterer Duft 
  • Timothy Brook | Vermeers Hut
  • Fernando Meirelles | Der ewige Gärtner
  • Grégoire Delacourt | Alle meine Wünsche

la playlist

Vous aimez ? partagez :-)