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Das kleinste gemeinsame Vielfache
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Das kleinste gemeinsame Vielfache

Pirkko Saisio
Klett-Cotta
1998

Finland – Nachdem die Erzählerin dieses Romans plötzlich ihren Vater verliert, erinnert sie sich an ihre Kindheit in einem Arbeiterviertel in Helsinki in den 1950er Jahren. Zu ihren Eltern bestand keine innige Beziehung. Die interessierten sich vor allem für die Bücher von Stalin und Lenin und die internationale sozialistische Arbeiterbewegung. Als sie sich mit ihren Erinnerungen auseinandersetzt, erscheinen diese in einem neuen Licht, wie von einer seltsamen Farbe übermalt. Das kleinste gemeinsame Vielfache ist die Erzählung dieser Frau und des kleinen Mädchens in ihr: Ein kleines Mädchen, das immer ein Junge sein wollte und seine eigene Geschichte in der dritten Person erzählt. Diese fragmentierte Erzählung, die Fragen nach Identität, Sexualität und der Beziehung zur Welt nachgeht, ist der erste Teil einer autofiktionalen Trilogie, in der auch die sich im Laufe der Jahrzehnte verändernde Metropole Helsinki eine wichtige Rolle einnimmt.

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