Christo and Jeanne-Claude: In/Out Studio
Vor 20 Jahren, zwischen dem 27.Juni und 7.Juli, verhüllte Christo den Reichstag in Berlin. Schon 1971 hätte der Verpackungskünstler das geschichtsträchtige Gebäude in der damals geteilten Stadt gerne hinter Stoffen verborgen. Aber der 1933 von den Nazis in Flammen gesetzte Reichstag galt den deutschen Behörden damals noch als ein zu heikles Symbol. Sie erteilten Christo keine Genehmigung. Als er dann 1995 endlich zum Zuge kam, war die Verhüllung das erste Signal für ein entspannteres Berlin auf dem Weg zur Weltstadt. O-Ton Christo: „Die Dringlichkeit gesehen zu werden ist umso größer, weil morgen bereits alles verschwunden ist.“ Für ihn war es „Enthüllen durch Verbergen“. Der damalige deutsche Kanzler Helmut Kohl schaute sich den verpackten Reichstag demonstrativ nicht an. Er befürchtete, ein Symbol deutscher Geschichte nähme Schaden. Achso....
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