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Adieu Anonymität

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En partenariat avec Arte

Drehen Sie sich nicht um, um herauszufinden, ob man sie beobachtet. Sie werden beobachtet. Sobald sie ein Telefon haben, sich in das Internet begeben oder mit ihrer Bankkarte bezahlen, hinterlassen sie Spuren und werden beobachtet. Da bringt es auch nichts, loszurennen, um ihre Verfolger abzuschütteln. Und das ist nur der Anfang. Unser Herzschlag, was wir im Kühlschrank lagern, die Bar, in die wir gehen: Überall hinterlassen wir digitale Spuren. Willkommen in einer Welt ohne Privatleben. Damit Sie nicht völlig auf das Leben verzichten müssen, nehmen wir die ARTE-Serie „Do not Track“ zum Anlass, Sie zu einem Hindernislauf, bei dem Sie Ihre Anonymität aufgeben, einzuladen. Denn wenn wir auch noch nicht alle berühmt sind, so ist heute doch niemand mehr anonym. Ist das wirklich eine gute Nachricht?

Lernen mit Big Data

Kenneth Cukier , Viktor Mayer-Schönberger
2014 -
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Ich glaub, mein Toaster pfeift

Lutz Schumacher
2013 -
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The Social Network

David Fincher
2010 -
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Brazil

Terry Gilliam
1985 -
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Minority Report

Steven Spielberg
2002 -
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Die 1000 Augen des Dr. Mabuse

Fritz Lang
1960 -
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Die global Überwachung

Glenn Greenwald
2014 -
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Error

Neal Stephenson
2014 -
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Wizzywig

Ed Piskor
2013 -
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Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft

Jeremy Rifkin
2014 -
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Platform

Holly Herndon
2015 -
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Lernen mit Big Data

Kenneth Cukier , Viktor Mayer-Schönberger - 2014 -

Weder der Staat noch die Unternehmen sind mit dem Sprichwort: „Je weniger man weiß, desto besser.“ einverstanden Das Modesprichwort lautet eher: „Wissen ist Macht.“ Was werden denn beispielsweise die Konsequenzen sein, wenn man unser müdes Gähnen während der Jobsuche abspeichert? Wie hoch ist der Preis unserer Versicherungen oder des öffentlichen Gesundheitswesens? Und was wird aus der Bildung? Die beiden Autoren von Big Data stellen uns in ihrem Buch einige der „Neuheiten“ vor, die auf uns zukommen. So kommen die sprechenden Übungsbücher. Anhand der permanenten Evaluierung der Schüler und Studenten durch das Sammeln von Daten zählt Quantität bald mehr als Qualität. Wir dürfen also keine Zeit verlieren, wenn wir diese digitale Revolution, die wieder alles verändern wird, verstehen wollen. So wie das Internet bereits alles verändert hat.

Ich glaub, mein Toaster pfeift

Lutz Schumacher - 2013 -

Wie uns Technik in den Wahnsinn treibt. Vergnüglich und mit viel Humor beschreibt der Autor seinen Kampf mit der vollautomatischen Kaffeemaschine. Putschartig befiehlt sie, dass Entkalker fehlt oder der Abfallbehälter entsorgt werden muss. Reinlich setzt die Maschine zur Autosäuberung an. Nur den Kaffee macht sie nicht. Heutzutage ist der Toaster kein Toaster mehr, und mit dem smarten Telefon kann man alles, nur nicht mehr gut telefonieren. In einem Zeitalter voller Technik, die nervt, Bedienungsanleitungen, die keiner mehr versteht und Geräten, die machen, was sie wollen, tut dieses Büchlein ganz gut.

The Social Network

David Fincher - 2010 -

Endlich erfahren wir mehr über den Mann, der unser Freund erster Klasse ist. Der Freund von einer Milliarde von Freunden. Anfang des Jahres hat Mark Zuckerberg sich öffentlich vorgenommen, Bücher zu lesen. Das freut uns aufrichtig. Der Zuckerberg, den man im Film sieht, hätte das niemals erwogen. Aber hat man überhaupt die Zeit nachzudenken, wenn man sich eine Milliarde Freunde machen muss? Der Gründer von Facebook mochte den Film von David Fincher überhaupt nicht. Aber es ist ja nicht ohne, wenn man im Alter von erst 27 Jahren als Milliardär voller Ambitionen bereits sein eigenes Biopic erhält. Solche Filmbiographien bekommen ja sonst nur Rockstars, die man tot im Swimming Pool auffindet. Zuckerberg soll nun auch nicht zuviel verlangen.

Brazil

Terry Gilliam - 1985 -

Allen Verteidigern der Gesetze, die Geheimdiensten in unserer Gesellschaft unbegrenzten Zugriff einräumen und die behaupten, sie hätten sich nichts vorzuwerfen, sei eine Szene aus „Brazil“ ans Herz gelegt. Wie das Überfallkommando den Archivar Sam Lowry beim Sex brachial verhaftet, bleibt unvergessen. Die Archivare von gestern sind durch Algorithmen und die Diener durch Server ersetzt worden. Aber vergessen wir nicht die Menschen, die hinter den Maschinen stehen und das System am Laufen halten. Die unangenehmen Erfahrungen eines Edward Snowden oder einer Chelsea Manning erinnern daran, wie schnell Aktivisten mit Gewissensbissen heute der gleichen Gefahr ausgesetzt sind, aus dem System zu fallen, wie einst Sam Lowry in „Brazil.“ Und so ist die Panik von Edward Snowden oder von Julian Assange bei dem Gedanken, der amerikanischen Justiz ausgeliefert zu werden, nicht nur real, sondern auch berechtigt.

Minority Report

Steven Spielberg - 2002 -

Als Spielbergs futuristischer Science-Fiction-Thriller vor 13 Jahren in die Kinos kam, waren die Bilder eine Sensation: Das „Swipen“ mit den Fingern, um in digitale Bilder hinein und heraus zu zoomen, macht heute jeder, der ein Smartphone oder ein Tablet besitzt. Die Buchvorlage von Philip K. Dick stellte uns vor ein Problem, das so alt ist wie die Philosophie: Wie lässt sich ein Verbrechen verhindern, das erst in der Zukunft geschehen wird...Der Nachteil der außergewöhnlichen Machtfülle, mit der man heute die Polizei ausstattet, liegt darin, dass man ihr bald vorwerfen wird, sie hätte gewisse Verbrechen nicht verhindert. Dabei habe die Polizei ja alle Daten zur Verfügung gehabt. Die Regierungen haben das Privatleben ihrer Bürger für mehr Sicherheit verkauft. Haben sie aber auch vorausgesehen, dass die Bürger dafür etwas zurück haben wollen? Das wäre ja wohl das Mindeste.

Die 1000 Augen des Dr. Mabuse

Fritz Lang - 1960 -

Alles wird bereits gesagt in diesem Film von Fritz Lang aus dem Jahr 1960. Die Handlung spielt in einem bereits von den Nazis im Krieg genutzten Luxushotel, wo man mit Überwachungskameras die Hotelgäste ausspioniert. Der Drahtzieher dort ist niemand anderes als der berüchtigte Doktor Mabuse, das böse Genie der beiden Mabuse-Filme von Fritz Lang, die er 1923 und 1932 drehte. In einem riesigen Raum voller Monitore überwacht Mabuse seine Opfer, und dieser Ort erinnert fatal an die Überwachungstechnik, die man heute in jedem Supermarkt, Bahnhof oder Shopping Mall einsetzt. Nur bei Fritz Lang sieht es einfach noch besser aus. Einige Jahre später drehte Jean-Luc Godard mit „Alphaville“ das Porträt einer kalten und technokratischen Gesellschaft. Dort soll die Überwachung und rationelle Auswertung von Daten die Menschen vor unnützen Gefühlen bewahren. So will man der Allgemeinheit das Glück garantieren.

Die global Überwachung

Glenn Greenwald - 2014 -

Der Journalist Glenn Greenwald ist einer der drei Mitwisser um die streng geheimen Dokumente von Edward Snowden, von denen bis heute nur ein Prozent veröffentlicht wurde. Der menschliche Faktor (Snowden) wurde zum Fehler im System. Er durchschlug die Panzerung der allmächtigen NSA, dem größten Arbeitgeber für Mathematiker, Informatiker und Elektroniker auf der Welt. Das lässt darauf schließen, dass eines Tages auch noch andere Lecks entstehen. Das Buch liest sich wie ein Thriller und lässt keinen Zweifel an den Absichten der NSA zu. Beispiel gefällig? Während eines Treffens 2011 mit fünf Geheimdiensten fasste die NSA ihre Ziele zusammen: „Alles sammeln“, „Alles verarbeiten“, Alles durchschnüffeln“ und definitiv “Alles wissen“.

Error

Neal Stephenson - 2014 -

Es ist unmöglich über Netze, Daten, Hacker, Überwachung, missglückte Coups und unwahrscheinliche Trickserein zum Wohle der Sterblichen zu sprechen, ohne die Cyberpunk-Schriftsteller zu erwähnen. Und der jüngste unter ihnen ist der großartige Neal Stephenson. Mit diesen Cyberpunks fing alles an, bevor sie ihr erstes Modem kauften. In „Error“ (Originaltitel: Readme) verschafft der reich und mächtig gewordene Erfinder eines Computerspiels seiner Nichte einen Job in seinem Imperium. Nur dann baut ihr Freund – ein Hacker – Mist und wird von der russischen Mafia nach China entführt. Man mag sich nicht vorstellen, was geschieht, wenn die Cybermafia unsere Daten in die Hände bekommt. Da bleibt nur noch ein Zittern und Bangen. Aber eigentlich leben wir bereits in dieser Welt.

Wizzywig

Ed Piskor - 2013 -

Am Anfang waren das Telefon und Telefonleitungen. Und vor den Telefonzellen standen Typen, die knapp bei Kasse waren. Die fragten sich, wie man anrufen könnte ohne zu bezahlen. Das waren die ersten Hacker und die Ersten, die verstanden hatten, dass die Zukunft der Kommunikation gehört und der Schlacht um ihre Kontrolle. Ed Piskor beschreibt in seiner schönen Graphic Novel „Wizzywig“ diese ersten Hacker mit einer gewissen Zuneigung. Er ist der erste Autor, der von dieser wenig dokumentierten Epoche in den 70er Jahren erzählt: der Geburt der modernen (Internet-) Welt. Ein Werk, das Sie unbedingt lesen sollten. Sie entdecken darin die amerikanischen Cousins von Lisbeth Salander.

Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft

Jeremy Rifkin - 2014 -

Der neue Bestseller von Jeremy Rifkin, dem Autor von Acces – Das Verschwinden des Eigentums, lässt keine Hoffnung mehr aufkommen. Der Wandel kommt jetzt! Wer also der Speisegabel entgehen wollte, die schon die Kalorien zählt oder dem Kamm, der die Anzahl der Haare ausrechnet, kann einpacken! Rifkin kommt auch schnell zu den Konsequenzen dieses Wandels. So werden nicht nur Millionen ihre Jobs verlieren, weil sich z.B. Ihr neuer Kühlschrank selber Milch und Käse von einer Drone von Amazon anliefern lässt...Aber auch der Kapitalismus, so wie wir ihn kennen, hat sich selbst erledigt und stirbt den Hungertod. Er hat ein so effizientes System geschaffen, dass die Profitmargen in Zukunft gen Null tendieren werden.

Platform

Holly Herndon - 2015 -

Die Kalifornierin Holly Herndon ist wie eine Laurie Anderson im Internet-Zeitalter. Ihre Platten und Konzerte sind eine Mischung aus zeitgenössischer Kunst, Performance und Pop. Das gesamte neue Album dreht sich um die Frage, welchen Preis wir bereit sind, für unsere Individualität zu zahlen, wenn wir permanent online sein wollen. Da sind die vielen Logos der Institutionen und Firmen, die auf uns einprasseln, sobald wir unser Telefon in die Hand nehmen. Und so ist das offizielle Video zur CD von „Home“, bei dem die Cyberkünstler von Metahaven Regie führten, ein überragendes Kunstwerk unserer Zeit. Nur wenige Künstler thematisieren die wirkliche Revolution, die uns gerade auf den Kopf fällt und wenn sie es tun, dann nur am Rande, wie der Belgier Stromae mit seinem schönen Song „Carmen“ über die Liebe in den Zeiten von Twitter und Facebook.

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