Ornament und Verbrechen
Wäre Fritz Lang nicht Filmemacher geworden, hätte er sicherlich als Architekt gearbeitet. Der Sohn eines bekannten Architekten studierte auf Wunsch des Vaters zunächst Architektur. Das hinterließ auch in vielen seiner Filme deutliche Spuren. Als gebürtiger Wiener bewunderte Fritz Lang vor allem den österreichischen Architekten Adolf Loos, der als ein Meister des Funktionalismus galt und jede Form dekorativer Elemente und ornamentaler Architektur verabscheute. In diesem schmalen Büchlein „Ornament und Verbrechen“ erläutert Loos seine modernistischen Anschauungen und seine Ablehnung der dekorativen Ornamentik. Fritz Lang übernahm diese Auffassung und setzte in seinen Filmen auf eine immer radikaler werdende Sachlichkeit.
Cette oeuvre est présente dans :