Life is Meals
Essen hat immer mehr mit Ängsten zu tun. Das Prinzip der Vorsicht plagt und zerfrisst uns. Wie schön, dass einer meiner Lieblingsschriftsteller James Salter – der im Vorjahr starb – zusammen mit seiner Frau Kay über das Essen geschrieben hat. Dabei geht es auch um Geselligkeit, Tischgespräche und Tischgenossen, für die man stundenlang kocht. Das Buch ist charmant, weil es sich um einen behutsamen und dezenten Dialog zwischen Mann und Frau handelt, die seit 50 Jahren verheiratet sind und man spürt ihre Vertrautheit und ihr unausgesprochenes Einverständnis. Diese literarischen Fragmente handeln von der Geschichte des Essens, der Kochutensilien, von Rezepten und großen Gourmets. Sie erzählen unaufgeregt von der Idee des Teilens und der Hybridisierung. Das Buch ist einfach wunderbar. Es ist ein Höhepunkt von dem Autor von Verbrannte Tage: Erinnerung, der übrigens so gut über Frauen schreiben konnte.
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