Bis in die 1980er-Jahre haben sich die lateinamerikanischen Kokainproduzenten und -exporteure auf die USA konzentriert. Nachdem dieser Markt jedoch weitgehend gesättigt war, suchten sie in Europa und jetzt auch in Afrika nach neuen Absatzmärkten. Die vom kolumbianischen Medellín-Kartell entwickelte Organisation und Logistik funktioniert in der heute globalisierten Wirtschaft reibungslos. Wie in der Science-Fiction « Breaking Bad » wird jede neue Droge nun sofort exportiert und die unermesslichen Einkünfte dieses Handels überfluten beinahe ungehindert das weltweite Finanzsystem.