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Die Brüder Coen

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Als vierhändiger Jury-Vorsitz der Filmfestspiele von Cannes 2015 (eine Premiere in der Geschichte des Filmfestivals) bilden Joel und Ethan Coen das berühmteste Regisseur-Team des zeitgenössischen Films. Ihre facettenreiche Welt voll Zwangsvorstellungen, imprägniert von einem Review der berühmten Hollywoodfilme, schöpft ihre Wurzel in einem äußerst vielseitigen Universum, der vom Roman Noir der 1920er-Jahre über die Philosophie von Ludwig Wittgenstein bis zur psychedelischen Musik der Peace and Love-Jahre geht. Dies ist eine nähere Erforschung wert….

The Mayor of McDougal Street

Dave Van Ronk , Elijah Wald
2013 -
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The Big Lebowski

Joel et Ethan Coen
1998 -
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Ein einfacher Plan

Sam Raimi
1998 -
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Barton Fink

Joel et Ethan Coen
1991 -
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Falltür ins Paradies

Ethan Coen
1998 -
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Über Gewissheit

Ludwig Wittgenstein
1950 -
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Surrealistic Pillow

Jefferson Airplane
1967 -
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Rote Ernte

Dashiell Hammett
1929 -
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L.A. Confidential, Stadt der Teufel

James Ellroy
1990 -
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True Grit

Henry Hathaway
1969 -
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Sullivans Reisen

Preston Sturges
1941 -
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The Mayor of McDougal Street

Dave Van Ronk , Elijah Wald - 2013 -

Dave van Ronk ist eine leider verkannte Person des Greenwich Village Folk aus dem Beginn der 1960er-Jahre. Mit den Anfängen von Dylan verbunden, ist Van Ronk die puristische und melancholische Schattenfigur, welche die Hauptfigur von Inside Llewyn Davis, einem der fesselndsten Filme der Brüder Coen, inspiriert hat. Dave van Ronk verstarb 2002 mitten beim Schreiben seiner Autobiografie, Manhattan Folk Story, die von seinem Freund Elijah Wald vollendet wurde. Ein mitreißendes Werk das, wie der Film der Brüder Coen, jedoch zwangsläufig auf eine dokumentarischeren Art, die prickelnde Stimmung dieser berühmten Folkszene wieder aufleben lässt, wo sich unter anderen Dylan, Joan Baez oder Simon and Garfunkel begegnen, bevor sie zu Stars werden....

The Big Lebowski

Joel et Ethan Coen - 1998 -

Unter den Filmen der Brüder Coen hat zweifellos der 1998 erschienene The Big Lebowski den größten Kultstatus. Schuld daran ist diese Gruppe von zurückgebliebenen und oft bestürzenden Kaliforniern, einer noch versponnener als der andere, verkörpert durch ein par geniale und urkomische Schauspieler wie Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, John Turturro usw. Vor allem die Bowling-Szenen sind zum Totlachen … Leicht von Chandler inspiriert, kann The Big Lebowski ebenfalls als das fehlende Glied in der Kette zwischen Der Tod kennt keine Wiederkehr von Robert Altman und dem kürzlich erschienenen Inherent Vice – Natürliche Mängel von Paul Thomas Anderson gesehen werden, drei Filme die untereinander eine ideale und imaginäre Trilogie von Los Angeles bilden.

Ein einfacher Plan

Sam Raimi - 1998 -

Als langjähriger Freund der Brüder Coen – sie haben insbesondere gemeinsam das Drehbuch seines zweiten Spielfilms Crimewave geschrieben – verfolgte Sam Raimi eine ganz andere Laufbahn als seine Spielkameraden. Vor allem in den 2000er-Jahren, als er die Trilogie der Spiderman mitten in Hollywood realisierte. Kurz zuvor, präzise gesagt 1998 hatte Raimi jedoch seinen Film, der dem Universum der Coen am Nächsten kommt vollendet, Ein einfacher Plan, echter Reviewer von Fargo, der zwei Jahre vorher von seinen Freunden realisiert wurde. Man findet dort insbesondere dieselbe verschneite und deprimierende Winterstimmung und eine ähnliche Art, eine absurde, schwarze Geschichte wie einen tolldreisten und Angst erregenden Alptraum zu behandeln.

Barton Fink

Joel et Ethan Coen - 1991 -

Barton Fink ist für die Brüder Coen der Film der Anerkennung. Tatsächlich erhält diese absurde und kafkaeske Fabel, die sich um das innere Abenteuer eines seriösen, exilierten Schriftstellers in den 1940-er Jahren in Hollywood dreht, unter dem mächtigen Impuls des Juri-Vorsitzenden Roman Polanski bei den Filmfestspielen von 1991 drei Preise, unter diesen die Goldene Palme und der Preis für den besten Darsteller für John Turturro. Der vierte, witzige und alptraumhafte Spielfilm der Coen grenzt an das Fantastische und inspiriert sich an der Person des Schriftstellers Clifford Odets, während die verführerischen und feindseligen Schatten von Faulkner und Fitzgerald irgendwo in den Gängen der berühmten Filmstudios von Hollywood herumstreifen.

Falltür ins Paradies

Ethan Coen - 1998 -

Bücher und Schriftsteller sind im Film und Geist der Brüder Coen allgegenwärtig. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Ethan Coen sich mit Falltür ins Paradies ins literarische Abenteuer stürzt. Es handelt sich um einen Erzählband mit vierzehn Novellen im eher autobiografischen Ton, der in den 1990er-Jahren herauskam und der meistens jüdische Personen wieder aufleben lässt, die sich im hintersten Amerika verloren haben. Die Verbindung mit den Filmen der Coen erfolgt auf ganz natürliche Art anhand dieser Serie von absurden Losern, die mit einem umwerfenden und liebevollen Humor beschrieben sind.

Über Gewissheit

Ludwig Wittgenstein - 1950 -

Die Präsenz von Wittgenstein bei den Brüdern Coen mag seltsam erscheinen. Genau über den, nach Cambridge ausgewanderten Wiener Philosophen jedoch hat Ethan Coen an der Princeton-Universität 1979 seine Abschlussarbeit mit dem Titel Zwei Ansichten über Wittgensteins philosophisches Spätwerk abgelegt. Und deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Paradoxe des Philosophen über den Sinn und Unsinn, die Sprache oder die Logik, unbewusst die Filme der zwei Brüder beeinflusste. Dessen wird man sich vor allem klar, wenn man das posthum erschienene Spätwerk auf Basis von Gedankensplittern liest, in welchem Wittgenstein insbesondere eine atemberaubende Überlegung über den Zweifel anbietet. Wo man sieht, dass der Sinn für das Absurde des Philosophen und der Filmemacher weniger weit voneinander entfernt ist als man annehmen könnte...

Surrealistic Pillow

Jefferson Airplane - 1967 -

Surrealistic Pillow ist das erfolgreichste Album der Rock-Band Jefferson Airplane und zweifellos eines der Symbole des kalifornischen psychedelischen Zustands, Zeit des Summer of Love. Tatsache ist, dass dieses berühmte Album eine unerwartete und dennoch grundlegende Rolle in A Serious Man spielt, der einer der persönlichsten Filme der Brüder Coen ist. Zweifellos konnten es sich nur die Coen erlauben, das wichtigste Album der Gruppe von Grace Slick, Jorma Kaukonen, Marty Balin und auch Paul Kantner mit dem Universum der Rabbiner, des Talmuds und der Thora zu mischen. Wie eine Erinnerung aus der Jugendzeit, die durch den jüdischen Humor der zwei Brüder über sich hinauswächst. Garantierte Wirkung!

Rote Ernte

Dashiell Hammett - 1929 -

Dashiell Hammett, Raymond Chandler oder James Cain, drei berühmte Namen des Roman Noir, sind zentrale Figuren des Pantheons der Brüder Coen. In Miller’s Crossing, ihrem wunderbaren und nicht genügend bekannt gewordenen dritten Spielfilm, inspirieren sich die Brüder direkt an den zwei schönsten Romanen von Hammett, Der gläserne Schlüssel und vor allem Rote Ernte. Insbesondere für diese Mischung aus Traum und Realität, die den Meisterwerken des Autors von Der Malteser Falke so eigen ist. Hinzuweisen ist auch darauf, dass der erste Spielfilm der Coen, Blood Simple – zu deutsch Eine mörderische Nacht, ein Auszug eines Satzes von Rote Ernte ist.

L.A. Confidential, Stadt der Teufel

James Ellroy - 1990 -

Auf den ersten Blick sind die Annäherungen zwischen dem Universum von Ellroy und jenem der Brüder Coen alles andere als offensichtlich, außer einer bestimmten Beziehung zu Los Angeles. Die Bande zwischen den beiden Welten sind jedoch dabei enger zu werden, denn das Regisseur-Paar inspiriert sich für seinen nächsten Film Hail Cesar! an einer Ellroy sehr wichtigen Figur, Fred Otash, Polizist und Dealer Nummer 1 in den 1940er und 1950er-Jahren, Klatsch über Hollywood für die Boulevardpresse. Als Hauptfigur der Kurzgeschichte Extorsion ist Fred Otash vor allem jener Mann, der dem berühmten Roman von Ellroy, L.A. Confidential – Stadt der Teufel, den Stoff gab. Und wenn der Film Hail Cesar!, der im Hollywood der 1950er-Jahre spielt, ein direkter Reviewer der Brüder Coen des Romans von Ellroy wäre? In den nächsten Monaten zu überprüfen...

True Grit

Henry Hathaway - 1969 -

True Grit (zu deutsch «Echter Schneid »), ein pikaresker Spätwestern, realisiert in 1969 vom Veteran Hathaway und für welchen John Wayne den einzigen Oscar seiner langen Karriere erhielt, ist die erste Verfilmung des gleichnamigen Romans von Charles Portis. Einundvierzig Jahre später kehren die Brüder Coen für ihren einzigen Western auf dasselbe Terrain zurück, wobei das Tandem jedoch insbesondere beabsichtigt, zur ursprünglichen Geschichte des Romans zurückzukehren und sich für mehr Realismus als ihr Vorgänger Henry Hathaway entscheidet, während Jeff Bridges auf seine Art mit etwas mehr Abstand die Rolle des Sheriffs übernimmt, die damals von John Wayne verkörpert wurde. Trotz allem ist die erste Version mit viel Humor den Abstecher bei weitem wert.

Sullivans Reisen

Preston Sturges - 1941 -

Zusammen mit dem Film Noir ist die amerikanische Komödie und ihre Klassiker von Capra, Hawks oder Cukor, eine der wichtigen Filmreferenzen der Brüder Coen, insbesondere in Hudsucker – Der große Sprung, oder auch in Intolerable Cruelty - Ein (un)möglicher Härtefall oder Burn after Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger. Unter dieser Kohorte von berühmten Mentoren darf man nicht den einzigartigen Preston Sturges vergessen, der in den 1940er-Jahren anerkannte Autor einiger erlesener Komödien, die regelmäßig neu entdeckt werden. Beweis davon: O Brother where art thou ist natürlich der Titel eines Films der Brüder Coen, aber auch jener eines sozialkritischen und realistischen Films, den der Regisseur von Sullivans Reisen während der Rezession realisieren will, die Hauptfigur des berühmtesten Werks von Preston Sturges. Dies nennt man eine Hommage!

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