Es schien unumgänglich, dass eine Industrie, die alle Blicke vergrößert, die mit Nahaufnahmen, Panoramen, Schwenks und Split-Screen arbeitet, sich auch für alle Formen der Spionage interessiert. Das Kino wurde zum Vorreiter von Überwachungskameras, die heute neben jeder Computerkasse in einer Bäckerei stehen. Und so verfolgt die Filmindustrie mit großer Faszination alle Spione und Dealer, die mit dem Zerpflücken von Bildern handeln. Das führt zu Facebook, das heute in den USA vor Gericht steht, weil es aus den Profilen der User eine Datenbank aus Gesichtern erstellte, die man zur Gesichtserkennung benutzen kann. Die Zukunft der Überwachungskameras hat in Wirklichkeit schon begonnen. So kann man bald den Namen und das Alter von jedem bestimmen, den man in einer Datenbank abgespeichert hat. Und so bleiben die Gesichter, die man auf den Bildschirmen in der U Bahn sieht, schon lange nicht mehr anonym.