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Expo Milano 2015

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Was passiert in diesem Jahr in Mailand? Dort findet nach Shanghai 2010 die neue Weltausstellung, die Expo Milano 2015, statt. Aber warum ermöglichen die heutigen, so stark mediatisierten Weltausstellungen keinen Eiffelturm mehr, der DAS Ereignis der Weltausstellung 1889 in Paris war? Nun, die Welt hat sich verändert und es werden dauernd überall Veranstaltungen stark mediatisiert. Dabei verfügt die Expo Milano über ein starkes Motto: „Den Planeten ernähren – Energie für das Leben“. Und so thematisieren wir den Unterschied zwischen „gut“ und „schlecht“ essen, aber auch, welche Bedeutung den Weltausstellungen im XIX. Jahrhundert zukommt. Wir entdecken aber auch manche versteckten Seiten im heutigen Mailand. Also: Zu Tisch!

Expo Milano 2015

1.Mai bis 31. Oktober -
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Ein pflichtbewusster Mörder

Giorgio Scerbanenco
2004 -
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Giuseppe Arcimboldo

Liana de Girolami
2013 -
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Made in Italy

Design aus Italien
2011 -
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Unser täglich Brot

Nikolaus Geyrhalter
2007 -
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Die Essensfälscher

Thilo Bode
2010 -
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We feed the world

Erwin Wagenhofer
2007 -
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Physiologie des Geschmacks

Jean-Anthelme Brillat-Savarin
1825 -
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Fast Food-Slow Food

Elisabeth Heckl
2013 -
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Expo 2010 Shanghai

Valentin Ruppert
2012 -
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Der Eiffelturm

Roland Barthes
1970 -
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Expo Milano 2015

- 1.Mai bis 31. Oktober -

Die Weltausstellung dauert vom 1.Mai bis 31. Oktober. Das ambitionierte Motto lautet: „Den Planeten ernähren – Energie für das Leben“. Und so möchte die Expo Milano 2015 den Besucher auf eine Reise durch die vielfältigen Geschmäcker der Welt mitnehmen. Das Gesicht des Maskottchens Foody besteht aus 11 Obst- und Gemüsesorten: Banane, Granatapfel, Wassermelone, Apfel, Mango, Orange, Birne, Feige, Radieschen, Knoblauch und blauer Mais. Foody symbolisiert die idealen Synergien zwischen den Ländern der Welt, vereint in derselben sympathischen und dynamischen Familie. Die Tafelbilder des Mailänder Malers Giuseppe Arcimboldo (1526-1593) thematisierten die Vielfalt der Jahreszeiten. Foody vermischt sie alle miteinander. Gibt es also keine Jahreszeiten mehr?

Ein pflichtbewusster Mörder

Giorgio Scerbanenco - 2004 -

Der 1911 in Kiew geborene Sohn einer Italienerin und eines ukrainischen Lateinlehrers wanderte 1927 endgültig nach Mailand aus. In den 1960er Jahren schrieb er vier Krimis um den ungewöhnlichen Ermittler Duca Lamberti, die in Deutschland zu Beginn der zweiten Jahrtausendwende neu entdeckt und übersetzt wurden. Im letzten Buch der Duca-Lamberti-Reihe, das 1977 erstmals auf Deutsch unter dem schöneren Titel „In Mailand mordet man samstags“ erschien, geht es um eine schöne 28 Jährige, die geistig behindert ist und tot aufgefunden wird. In Mailand grassiert zu dieser Zeit die Prostitution, und Lamberti deckt die illegalen Netzwerke auf...Die Besucher der Expo Milano 2015 sind also gewarnt.

Giuseppe Arcimboldo

Liana de Girolami - 2013 -

Der böhmische König und spätere Kaiser Ferdinand I. holt den italienischen Porträtmaler Giuseppe Arcimboldo zunächst 1562 an seinen Hof nach Wien und 1570 nach Prag. Bekannt werden aber vor allem jene Bilder, in denen Arcimboldo aus Früchten, Gemüse, Blumen und Tieren assoziative Porträts erschafft. Sein Werk wirft so einen thematischen Schleier auf die Expo Milano 2015. Bei allem Manierismus lösen seine Bilder bei einigen Betrachtern auch Unbehagen aus. So evozieren Blumen in seinem Porträt Der Frühling eine Hautkrankheit. Das könnte bei zarten Seelen durchaus Alpträume verursachen...

Made in Italy

Design aus Italien - 2011 -

Achille Castiglioni, Joe Colombo, Vico Magistretti, Ettore Sottsass sind nicht die Schauspieler einer neuen Version des „Paten“, sondern vier der größten Namen des italienischen Designs des XX. Jahrhunderts. Und alle kamen sie aus Mailand. Ettore Sottsass wurde in Österreich geboren aber starb in Mailand. In diesem Buch Design aus Italien findet man gleich mehrere Kultdesigner-Gegenstände, die einen quasi zu Tisch bitten: Die Caccia-Besteckgarnitur, der Anna G. Korkenzieher oder die Kaffeemaschine von Pavoni. Und die Speisekarte bietet Nudeln, Nudeln und Nudeln, aber nur von Panzani!

Unser täglich Brot

Nikolaus Geyrhalter - 2007 -

"Unser täglich Brot" provoziert allein schon, weil er sich an das Vaterunser anlehnt. Regisseur Nikolaus Geyrhalter ging es um die "Entfremdung im Bezug zur Entstehung von Nahrung". Die Bilder, meist klassische Totalen, wirken wie bewegte Fotografien. Man hört monotone Geräusche in hochindustrialisierten Fabriken, die Tiere töten, zerteilen, tischfertig machen. Menschen spielen bei der industriellen Tötung nur eine untergeordnete Rolle. Sie drücken auf Knöpfe, schneiden mit dem Messer hier und da mal etwas ab oder korrigieren den Schnitt der Maschinen. Der Regisseur verzichtet auf Interviews und einen Kommentar. Man bleibt auch so sprachlos.

Die Essensfälscher

Thilo Bode - 2010 -

Der Autor Thilo Bode ist der ehemalige Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland und leitet heute die Verbraucherorganisation foodwatch. In seinem Buch entlarvt er die Tricks der Lebensmittelkonzerne, analysiert die Bestandteile von modischen Fitnessgetränken oder Bio-Säften mit „natürlichen Aromen“ aber ohne echte Früchte. Dabei nennt Bode auch die Firmen und Produkte beim Namen und kritisiert die EU-Politiker, die sich erfolgreich gegen eine bessere Kontrolle von Lebensmitteln wehrten, als sie 2010 mit einer großen Mehrheit von 398 zu 243 Stimmen die sogenannte Nährwert-Ampel ablehnten.

We feed the world

Erwin Wagenhofer - 2007 -

Was essen wir und woher kommt unser Essen? Diese Grundfrage stellt sich der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer in seinem etwas anderen „Roadmovie“. Er fuhr die Vertriebswege nach, redete mit Produzenten, Bauern und Konzernchefs. Wagenhofer verdeutlicht die Absurdität des Hungers: Brasilien baut Sojabohnen für die europäische Viehhaltung an, gleichzeitig hungern dort Millionen Brasilianer. Der Autor bietet auch Lösungen an. So sollte man genauer auf die Verpackung schauen. Dann kauft man vielleicht ein einheimisches Produkt aus der Region und nicht die genormte EU-Tomate, die besser aussieht, als sie schmeckt.

Physiologie des Geschmacks

Jean-Anthelme Brillat-Savarin - 1825 -

Oder Betrachtungen über das höhere Tafelvergnügen. Der Feinschmecker und Berater am französischen Kassationshof schrieb 1825 diese wegweisende und klassische Abhandlung über die französische Küche. Das Werk beginnt mit 20 Aphorismen wie: Das Schicksal der Nation hängt von der Art ihrer Ernährung ab , oder: Sage mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist sowie Das Tafelvergnügen gehört jedem Alter, jedem Stande, allen Ländern und Zeiten... Dieser letzte Aphorismus kündigt auch die Expo Milano 2015 an und könnte als Einführung für die Debatten zum Hunger in der Welt dienen. Brillat-Savarin schrieb zur Zeit der Restauration, also unter einem politischen Regime, in dem Diätetik keine Rolle spielte und man sich um den Hunger in der Welt kaum Gedanken machte.

Fast Food-Slow Food

Elisabeth Heckl - 2013 -

Zeit, Profit und Esskultur. In dieser Studienarbeit aus dem Jahr 2008 setzt sich die Autorin mit dem Zeitfaktor bei der Nahrungsaufnahme im XX. und XXI. Jahrhundert auseinander. Die Hektik und der Stress im Alltag sowie Sprüche wie „Zeit ist Geld“ führen bei vielen dazu, sich immer weniger Zeit zum Essen zu nehmen. Bereits mit der Erfindung der Konservendose im XX. Jahrhundert wurde der erste Trend zum Fast Food geboren, der auch für die Industrialisierung des Essens steht. Dieser Entwicklung wird jedoch mit der Slow Food Bewegung, die vor allem in Italien entstand, wieder entgegen gewirkt. Insofern ist Milano 2015 ein idealer Ort, um die Nachhaltigkeit dieser kulinarischen Bewegung zu prüfen.

Expo 2010 Shanghai

Valentin Ruppert - 2012 -

Die Infrastrukturmaßnahmen der Shanghaier Stadtregierung zur Expo 2010 Shanghai. Mit der Weltausstellung gehörte China wieder zu den Mächtigen der Welt. Zwei Jahre später folgten dann die Olympischen Spiele in Peking. „Eine bessere Stadt, ein besseres Leben“ hieß das Motto der Expo in Shanghai. In seiner Magisterarbeit untersucht Valentin Ruppert Zusammenhänge zwischen Großereignissen und Infrastrukturausbau am Beispiel der Expo 2010. Und er hinterfragt die Interessen der chinesischen Regierung und der Shanghaier Stadtregierung. Dabei geht er ebenso auf die positiven wie die negativen Aspekte der Expo ein.

Der Eiffelturm

Roland Barthes - 1970 -

Der Semiologe, Philosoph und Schriftsteller Roland Barthes (1915-1980) untersuchte in seinen Arbeiten das Leben der Zeichen im Rahmen des sozialen Lebens. 1977 erschien sein erfolgreichstes Buch Fragmente einer Sprache der Liebe. Barthes verfasste 1964 aber auch einen berühmten Text über den Eiffelturm, der in Deutschland 1970 mit den Fotos von André Martin erschien, worin der Autor das berühmte Wahrzeichen als ein Symbol des Aufstiegs beschreibt. Beim Volk hatte der Eiffelturm einen Riesenerfolg, von einigen Künstlern wie Charles Garnier, dem Architekten der Pariser Oper, wurde er hingegen gehasst. Garnier meinte, eine Stahlkonstruktion müsse man verbergen. Das wäre jedoch sehr schade gewesen!

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