Die Sängerin von Blondie, Debbie Harry, drückte es einst so aus: „Beim Punk geht es um eine Explosion“. Das war vor 40 Jahren, als die Wirtschaftskrise langsam begann und so dem Ultra-Liberalismus Vorschub leistete. Und die Jugend in New York und London hatte genug von Progressive Rock und dem Flower Power der Hippies. Der erdige, schmutzige Sound der Ramones und Sex Pistols kam da gerade richtig. Der Punk mit all seiner Wut und rohen Energie war dann ein Riesenhappening, das die Freaks und Outcasts aller Couleur versammelte um „eine gute Zeit zu haben, während man üble Momente erlebt“ wie es Jon Savage ausdrückte. Punk war auch neben dem Rap und Techno eine der letzten visionären und experimentellen Gegenkulturen des XX. Jahrhunderts.