Drug-Stories

en collaboration avec Arte

Von den künstlichen Paradiesen des Baudelaire bis an die Grenzen der Wahrnehmung Aldous Huxleys und den Werken Beigbeders, die unter Extasy-Einfluss entstanden sind, haben Rauschmittel die Arbeiten zahlreicher Literaten und Poeten beeinflusst. Jenseits des "Sex, Drugs & Rock'n'Roll" haben die meisten der Subkulturen, geboren am Rande der Gesellschaft, mit Drogen experimentiert und in Wahrheit war die wirkliche Utopie der Hippiebewegung vielleicht die Idee des Rechts auf Rausch für alle, vom Herumtreiber unter freiem Himmel bis zum Obdachlosen, verloren in den tiefsten Winkeln der Städte. Damals wurden so nicht nur der Rahmen gesellschaftlichen Konditionen erweitert, sondern auch eine Meute von subversiven, wilden Künstlern und Schriftstellern auf die Welt losgelassen. Kann man also wirklich auf den berühmten Ausruf vertrauen: "Glücklich leben, high leben..."?

< La sélection >

FERMER
  • Die Lehren des Don Juan

    Carlos Castaneda - 10|18 - 1968
    Der wohl durchgeknallteste Anthropologe der 60er, ein Peruaner, der in Californien lebte, wollte zu einer Zeit, als Amerika sich mit LSD zudröhnte, die "heilige" Macht natürlicher Drogen in der Wüste Mexikos kennen lernen. Er hatte dazu die Hilfe eines Yaqui-Schamanen, Don Juan. Er begab sich, ein wenig wie die Indianer, auf eine spirituelle Suche...
  • Acid test

    Tom Wolfe - Points - 1968
    Eines der verrücktesten Abenteuer der psychedelischen Epoche, in Begleitung der Diggers aus San Francisco... Eine Gruppe von Künstlern, Musikern und Poeten, die Merry Pranksters wurden von Ken Kesey in einen knallbunten Bus verladen und gemeinsam zog man durchs Land, verteilte LSD und stellte Diplome aus, die "Acid-Tests Graduations". Tom Wolfe, ein Vertreter des "New Journalism", der selbst kein LSD nahm, folgte ihnen und erzählte ihre Geschichte. "Seit dieser Erfahrung", erzählte er später, "habe ich bei all meinen Reportagen die selbe Herangehensweise verwendet. Ein Typ vom Mars, in der Art von 'Ich habe nicht die geringste Idee, was ihr da tut, aber es interessiert mich sehr.'"
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    Inherent Vice
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  • Underworld of the East (1895-1915)

    James S. Lee - Intervalles - 1934
    Geboren im Norden des viktorianischen Englang 1872, arbeitete er später als Ingenieur in den Minen Asiens. Mit 62 Jahren veröffentlicht er seine Reiseberichte und gibt Einblick in seine Suche nach verbotenen Genüssen. Mit farbenfrohen Beschreibungen von Stundenhotels und anderen Opiumhöhlen. Nachdem er die Drogen kennen gelernt hatte, versuchte er, diese möglichst "wissenschaftlich" zu nutzen. Wir verdanken ihm einige wohl etwas zu enthusiastische Aussprüche wie: "All diese narkotisierenden Drogen, die man als gefährliche Drogen hinstellt, sind in Wahrheit ein Geschenk Gottes an den Menschen. Statt zu schaden, sollten sie ein Mittel sein, seine Gesundheit zu erhalten und aus dem Leben ein endloses Glück zu machen."
  • Die 110 Pillen

    Magnus - Delcourt - 2008
    Eine Geschichte über Sex und Drogen, und das lange vor der Erfindung des Rock'n'Roll, denn wir befinden uns hier im China der Sung-Dynastie, im 16. Jahrhundert. Es ist die Geschichte eines reichen Händlers, der von einem Mönch 110 Pillen erhält, die die Manneskraft entfesseln. Die einzige Regel: Nur eine Pille, jeweils zu jedem Neumond. Neben den sexuellen Eskapaden steht natürlich stets die eine Frage im Vordergrund: Was passiert, wenn auch die letzte Pille geschluckt ist?
  • Las Vegas Parano

    Terry Guilliam - 1998
    Im Gonzo-Journalismus, einer Art subjektivem Journalismus in der erste Person, sind nicht die nackten Fakten von Interesse, sondern vielmehr der Bericht, den der Journalist auf Basis seiner Erfahrungen schreibt, selbst wenn dieser völlig verdreht und deformiert wird. In diesem Bereich war Hunter S. Thompson ein Meister. Terry Gilliam hat seinen berühmtesten Roman, Fear and Loathing in Las Vegas, mit Johnny Depp in der Rolle des Journalisten verfilmt. In Begleitung seines Anwalts begibt er sich auf eine drogengeschwängerte Reise, um eine Reportage über ein Motorradrennen zu schreiben.
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    Call The Cops

    Happy Mondays - Eagle Rock Entertainment - 2008
    Der Sänger Shaun Ryder fasst das Abenteuer der Happy Mondays so zusammen: " Wir waren ständig high. Wir tanzten überall. Stell dir eine Bande Verrückter vor, die in der Bäckerei oder auf der Straße tanzen, nachdem sie ihr Auto an einer roten Ampel stehen gelassen haben. Wir fanden das ganz normal." Die Gruppe war ein Teil des "Madchester" in einem Revival des Summer of Love, der Ende der 80er mehrere Jahre lang dauerte, angetrieben von Extasy. "Wirklich seltsam, wenn man überlegt, dass die Leute unsere Musik zu verstehen begannen, weil eine neue Droge aufgetaucht war." Dann, 1990, kam es zu der Tournee durch Amerika, eine völlig durchgeknallte Saga, von der hier die Rede ist... Ein großer Moment.
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  • Paradoxie

    Lydia Lunch - Le Diable Vauvert - 1997
    Es gibt wohl keine schonungslosere Autobiographie... In der Mitte der 1970er zog die Punk-Performancekünstlerin und Poetin durch die Abgründe New Yorks auf das frenetischen Suche nach Sex, Geld und Drogen: "Ich war besessen von ihren Geschlechtsteilen, so lange, wie es dauerte, ihren Geschmack zu verlieren (...). Ich wollte sie besitzen, ihnen kleine Teile ihrer Seele entreissen, mich damit vollstopfen (...) Kotzen, dann wieder verschlingen, wie ein wildes Tier." Dies ist die Geschichte einer geläuterten, sexuellen Raubkatze, die das berühmte Motto "Too fast to live, too young to die" der extremen Punker zwar nicht erfunden, aber aus erster Hand erlebt hat.
  • Cheap Thrills

    Big Brother and the Holding Company - Columbia - 1968
    Ah, die katzenhafte, raue Stimme von Janis Joplin... Mit dem genialen Cover von Crumb und Summertime auf dem Menu. Ein kleiner Schatz. Eine Mischung aus Country, Blues, Sex und psychischer Energie. Übrigens war Big Brother eine sehr beliebte Band bei den Hells Angels und wurden oft eingeladen zum Carousel Ballroom, den die Angels freitags veranstalteten... Janis ist "cool": sie raucht Gras, schläft mit Frauen und trinkt Bourbon. Im Jahr 1970 stirbt die Hippiediva an einer Überdosis im Chelsea, dem Hotel der angeschlagenen Stars.
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  • Pimp

    Iceberg Slim - L'Olivier - 1969
    Das Buch mit dem Untertitel Erinnerungen eines Zuhälters sorgte bei seinem Erscheinen in den USA für einen regelrechten Aufschrei und verkaufte sich mehrere Millionen Mal. In Pimp hörte man keine "anständige" schwarze Stimme, es war eine rohe und schmutzige Sprache, die der Straße. Der Autor erzählte von den Eskapaden der Drogenfreaks und Zuhälter in der 1940ern und 50ern, als sie über die Straßen der Ghettos in Chicago herrschten. Eine Welt purer Gewalt.
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    Black magic Beyoncé
  • Trainspotting

    Danny Boyle - 1996
    Irwin Welsh, Autor des 1993 erschienenen Romans, ist zu so etwas wie dem Geschichtsschreiber der Stadt Edinburg geworden. Er beschreibt das Leben und die schlechten Angewohnheiten der Jugend der Stadt, zwischen Hooligantum, häuslicher Gewalt, Arbeitslosigkeit und Drogen... Er erzählt die Dramen des täglichen Lebens der Post-Arbeiterklasse und spricht unverblümt von der sozialen Gewalt.
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  • Asphalt Cowboy

    John Schlesinger - 1969
    Beim erneuten Betrachten des Films wird einem klar, dass es nicht der Protagonist Joe Buck ist, der arme Hinterwäldler aus Texas, halb Landei, halb Hengst, der davon träumt, sein Leben als Gigolo zu verdienen, sondern die Stadt. Diese Krake, in deren Fängen ein ganzes Volk von Unglücklichen ihr Leben bestreitet, wie Ratso, der kleine Gauner und Landstreicher, dargestellt von Dustin Hoffman. Eine Art Endzeit-Western, wo die Zukunft der Cowboys in den 1970er Jahre darin lag, Drogenkranken zu helfen.
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    French Connection

    William Friedkin - 1971
    Ende des Krieges und bis Mitte der 1970er entwickelte sich Marseille zum Drogenumschlagplatz Nummer Eins in Richtung USA. Aus der Türkei kommend wurde die Morphiumbasis in rund zwanzig Labors zwischen Marseille und Aubagne zu Heroin verarbeitet. In der Mitte der 1960er entsprach die Produktion einer Menge von monatlich 150kg. Worin der Erfolg der French Connection lag? Autoren wie Alfred McCoy zeigen auf, wie die CIA in den 1950ern den Aufstieg der korsischen Mafia unterstützt hätte, damit diese die Kontrolle über den Hafen übernimmt und dabei die Macht der Gewerkschaft CGT bricht und die Streiks beendet.
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    Mafia Etc (DE)
    Mafia et Cie
  • Smack Goddess

    Richard Stratton - Rivages Noir - 1990
    Norman Mailer feierte das Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, als Meisterwerk. Dies ist das unbarmherzige Portrrit einer jungen Frau, die, wegen Drogenhandel eingesperrt, in England entführt wurde und dann, endlich zurück in New York, in die Fänge der "Hippie-Mafia" gerät und zur Drogendealerin der Stars wird. Der Schriftsteller weiß wovon er spricht, er selbst war am Drogenhandel beteiligt und verbrachte sieben Jahre im Gefängnis. Er ist ein Spezialist für Gangstergeschichten, aber es genügt ihm nicht, nur eine Geschichte zu erzählen: "ein guter Roman ist stets angetrieben von einer politischen Linie". Er redet hier natürlich vom kapitalistischen Amerika in einem anderen Gewand.
  • Beam Me up, Scotty

    Michael Guinzburg - Folio Policiers - 1993
    "Ich heiße Ed und bin ein dämlicher Alkoholiker und Drogenfreak." Ed geht zu den NA, den anonymen Drogenabhängigen, weil er vom Crack, von ihm Scotty genannt, weil es ihn in de Himmel beamt, los gekommen ist. Er hat entzogen, kann aber jederzeit wieder einen Rückfall erleiden. Also fängt er an, Dealer zu töten, einen nach dem anderen. Die beste Ersatztherapie, die es gibt, nur ist auch das Verbrechen wie eine Droge... Ein eigenartiger Krimi, von einem Schriftsteller, der Chauffeur von Gangstern und Bodyguard von Striptänzerinnen war. Ein Buch, welches das ganze Ausmaß des Delirium tremens der monströsen Stadt New York aufdeckt.
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    Drugstore Cowboy

    Gus Van Sant - 1989
    Bob (Matt Dillon) ist ein Romantiker, ein Drogensüchtiger und Plünderer von Apotheken zu Begin der 1970er. Mit seiner Bande räumt er die Apotheken Portlands aus, um sich den nächsten Rausch zu sichern. Ein wahrer Film Noir über Leben in der Sackgasse, mit einem dieser unvergesslichen Augenblicke wie nur das Kino sie kennt: Burroughs als alter, drogenabhängiger Priester. Seine Rede, um Bob zu helfen, clean zu werden, ist einzigartig: "Die Tatsache, dass jeder Drogen nutzen kann, um einem schrecklichen Schicksal zu entkommen, erscheint diesen Dummköpfen wie ein Bannfluch."
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Die Lehren des Don Juan
Carlos Castaneda

Acid test
Tom Wolfe

Underworld of the East (1895-1915)
James S. Lee

Die 110 Pillen
Magnus

Las Vegas Parano
Terry Guilliam

Call The Cops
Happy Mondays

Paradoxie
Lydia Lunch

Cheap Thrills
Big Brother and the Holding Company

Pimp
Iceberg Slim

Trainspotting
Danny Boyle

Asphalt Cowboy
John Schlesinger

French Connection
William Friedkin

Smack Goddess
Richard Stratton

Beam Me up, Scotty
Michael Guinzburg

Drugstore Cowboy
Gus Van Sant

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  • Carlos Castaneda | Die Lehren des Don Juan
  • Tom Wolfe | Acid test
  • James S. Lee | Underworld of the East (1895-1915)
  • Magnus | Die 110 Pillen
  • Terry Guilliam | Las Vegas Parano
  • Happy Mondays | Call The Cops
  • Lydia Lunch | Paradoxie
  • Big Brother and the Holding Company | Cheap Thrills
  • Iceberg Slim | Pimp
  • Danny Boyle | Trainspotting
  • John Schlesinger | Asphalt Cowboy
  • William Friedkin | French Connection
  • Richard Stratton | Smack Goddess
  • Michael Guinzburg | Beam Me up, Scotty
  • Gus Van Sant | Drugstore Cowboy

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